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Sixteen Candles PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.03.2009

Abteilung blöde deutsche Filmtitel: Manchmal fragt man sich ja schon, was man sich früher dabei dachte, für ausländische Filme einfach deutsche Titel zu entwerfen. In den meisten Fällen passen sie gar nicht, wirken peinlich oder verraten direkt zuviel vom Filminhalt. Sixteen Candles ist ein Fall aus dem Bereich Peinlich, denn dieser Film bekam den deutschen Titel "Das darf man nur als Erwachsener", was mich mehr an den Untertitel eines Teils der Schulmädchen-Report Reihe erinnert. 

Sixteen Candles ist das Regiedebüt von John Hughes, der zuvor schon einige Filmdrehbücher schrieb (Am bekanntesten davon wohl eindeutig National Lampoon's Vacation), aber eben erst 1984 zum ersten Mal auf dem Regiestuhl Platz nahm - und das Startsignal für viele Teenfilme gab.
Die Filme gemeinsam haben auch viele Schauspieler und so erleben wir hier direkt mal wieder Molly Ringwald in der Rolle der Samantha, die gerade 16 geworden ist. Dummerweise haben ihre Eltern und Geschwister das aber vergessen, da  Geschäftstermine und die Hochzeit der älteren Schwester anstehen und dann sind auch die lieben Großeltern zu Besuch, die gleich noch einen ausländischen Austauschschüler mitbrachten.
In der Schule läuft es auch nicht so toll, denn da wird sie von einem Geek verfolgt, der vor seinen noch nerdigeren Freunden mit Frauengeschichten angibt. Samantha dagegen hat nur Augen für Jake Ryan, der aber dummerweise schon eine Freundin hat.

Sixteen Candles ist in erster Linie ein Film, der ganz laut 80er sagt und das schon allein dadurch, dass er so politisch unkorrekt ist, wie so ein Film nur sein kann. Das fängt beim asiatischen Austauschschüler an, der passender weise direkt Long Duk Dong heißt und natürlich mit dickem Akzent redet und Wörter wie Yankees benutzt. Er ist in dem Film aber sowieso nur für einige Slapstickmomente anwesend und die sind mitunter schon sehr witzig. Aber auch in der Sprache finden sich einige Ausdrücke, die man heute wohl nicht mehr sagen darf. Wo ist diese Zeit hin, wo man einfach noch alles bringen durfte, ohne sich Gedanken machen zu müssen, das man nun jemandem auf die Füße treten könnte?
Einige weitere Momente, die etwas "unkorrekt" wirken, sind ein Gespräch zwischen Samantha und einer Freundin, die fragt was sie für einen Typen will. Samanthas Antwort wird falsch verstanden (Dass sie einen schwarzen Typen will, aber sie meint eigentlich einen Kerl mit einem schwarzen Auto) und die Reaktion der Freundin darauf ist schon fast schockierend. Im italienischen Restaurant läuft das Titellied vom Godfather, weil ja alle Italiener bekanntlich Mafiosis sind und in einem anderen Gespräch zwischen zwei Teenies wird eine mögliche Vergewaltigung angesprochen, was vielleicht schon etwas an der Grenze ist, aber wohl noch unter "So reden eben pubertäre Kids" fallen kann.

Zurück zur Hauptstory und diese ist dann doch etwas tiefgehender. So denkt man, der Geek will Samantha nur ins Bett kriegen um damit vor seinen Freunden anzugeben, aber später merkt man doch, dass er nicht ganz so oberflächlich ist. So wie das eben meist mit Teenies ist, die vor Freunden ein anderes Verhalten an den Tag legen als im privaten.

Molly Ringwald spielt wie immer sehr gut, der Geek wird von Anthony Michael Hall gespielt, der in John Hughes Filmen immer den Geek spielte und das auch gut kann. Michael Schoeffling ist ein sehr unbekannter Schauspieler, der mit diesem Job bereits 1991 wieder aufhörte, seine Darbietung des Jake Ryan wirkt aber doch recht gut. Die meisten anderen Darsteller verkommen eher zu Statisten, mit Ausnahme von Gedde Watanabe als Austauschschüler, er hat eben einige lustige Szenen.

Unterhaltsam ist Sixteen Candles auf jeden Fall, allerdings merkt man, dass es ein Regiedebüt ist. Bei einigen Szenen hätte das Timing etwas besser sein können und vergleicht es mit Breakfast Club (der nur wenige Monate später entstand) fällt Sixteen Candles schon ein wenig ab.

Bewertung
8,5/10
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