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Ein See in der Nähe eines Jugendcamps…der klassische Anfang für den guten Splatter der 80er. In dem See befindet sich ein Vater mit seinen beiden Kindern auf einem Segelboot, etwas weiter davon entfernt zwei dumme Teenies mit einem Motorboot, das blonde Dummchen will auch mal Boot fahren, ist zu dumm dazu und überfährt mal kurzerhand die Familie…die ganze? Nicht ganz, denn das kleine Mädchen Angela hat überlebt und 8 Jahre später ist sie auch ein Teenie, allerdings die klassische Aussenseiterin, die nichts sagt und recht gruselig daherkommt. Sie soll jetzt auch in so ein Camp fahren. Urlaub machen. Aber natürlich treibt sich in diesem Camp ein Killer rum und der erste Verdacht fällt natürlich auf Angela…
Vor allem durch Freitag der 13. wurden Slasherfilme ja richtig populär und in den 80ern gab es dann Milliarden dieser Filme. Einer meist schlechter als der andere und immer nach Schema F produziert. Sleepaway Camp macht da keine Ausnahme. Zwar ist diese Reihe in Fankreisen auch ziemlich populär, allerdings kommt das eher durch die Nachfolger zustande. Ein Camp, ein See, viele Teenies und ein Mörder. Das kann einfach nur dann noch jemanden interessieren, wenn die Morde entweder besonders spektakulär sind oder es sonstige Überraschungsmomente gibt. Von beidem gibt es anfangs gar nichts. Zwar wären die Morde recht interessant, so wird einer mit einer Ladung Wespen umgebracht und eine besonders nervige Teeniegöre wird in bestem Psycho-Stil in der Dusche umgebracht. Leider wird das alles nur mehr oder weniger angedeutet. Man sieht das Wespennest, man hört den Typ schreien. Das war's. Bei der Dusche ist das nicht anders, ein Vorhang, Messer rein, ein bisschen Blut, fertig. Später sieht man dann zwar die Leiche aber das ist recht unspektakulär. Zwischen diesen paar Morden gibt’s Langeweile. Man versucht krampfhaft eine Story zu entwickeln, was kräftig misslingt, immerhin gibt es einige sehr dämliche Dialoge, miese Schauspieler und bei den Charakteren wird wirklich kein Klischee ausgelassen. Trotzdem sind die 84 Minuten recht langweilig und… (Ab hier wird ein wenig gespoilert, also Achtung!) …richtig ausgefallen ist hier nur das Ende und das dürfte dann eines der bizarrsten in der Filmgeschichte sein, denn wie sich herausstellt, ist Angela gar nicht Angela, sondern ihr Bruder, der ihre Position übernahm und damit das alles aufgeklärt wird, sieht man ihn, also Angela am Ende mit weit aufgerissenem Mund, bestem Mike Myers Grunzen und völlig nackt vor der letzten Leiche stehen.
Also ist Sleepaway Camp insgesamt ein viel zu zahmer Slasher, der einfach nicht überzeugen kann.
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