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Space Mutiny PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
09.02.2010

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So langsam entwickelt sich Reb Brown zu meinem liebsten Trashfilmdarsteller. Er hat schon in einigen geilen Filmen mitgespielt und dabei noch praktisches jedes Trashfilmgenre abgegrast. Von Barbarenaction (Einer gegen das Imperium) und Comictrash (Captain America) zu ramboartiger Söldneraction (Strike Commando) über Miami Vice zu Science Fiction. Dies Ende der 80er mit Space Mutiny.

Am Anfang geht dieser Film den Weg von Turkish Star Wars, denn es werden erstmal schamlos Szenen von Kampfstern Galaticta benutzt und natürlich bedient man sich auch fleißig an Star Trek und Star Wars.
Wir befinden uns mal wieder in der fernen Zukunft, wo es die Menschheit nur noch auf einem großen Raumschiff gibt. Verzweifelt wird ein neuer Heimatplanet gesucht. Da mal wieder jemand etwas gegen den Plan hat, gibt es einen Bösewicht mit seiner Armee die für Kampf sorgt. Elijah Kalgan heißt der Bösewicht und er greift nur an, weil es ihn stört, dass das Southern Sun benannte Raumschiff der Menschen schon so lange unterwegs ist, dass viele dort lebende Menschen starben, ohne je einen Planeten gesehen zu haben. Oder irgendwie so, die Handlung ergibt mal wieder wenig Sinn und es reicht zu wissen: Southern Sun gutes Schiff, Menschen gut, Dave Ryder der strahlende Held. Fertig.

Das große Problem von Science-Fiction Filmen ist natürlich, dass sie nach einigen Jahren immer etwas angestaubt und altmodisch wirken. Nur wenige, in der Zukunft angesiedelte Filme haben es geschafft diesem Schicksal zu entweichen und Space Mutiny gehört nicht dazu. Mich würde wirklich interessieren, wie hoch das Budget war, denn mehr als ein 5stelliger Betrag kann es nicht sein. Das fängt schon bei den Kulissen der Southern Sun an. Hier mussten mal wieder ein Fabrikgebäude und einige Büroräume herhalten. Habt ihr schon mal stabile Ziegelwände an einem Raumschiff gesehen? Fenster durch die die Sonne scheint? Büroräume im 80er Look? Altmodische Computer wo das 5 ¼ Floppylaufwerk zum „ultramodernen“ ID Reader wird? Bildschirme die hypermoderne Radargrafiken im C64 Look zeigen?
Alles in diesem Film schreit ganz laut „Low Budget“ und „80er“, was sich auch bei den Outfits der Darsteller zeigt. Spandexanzüge, die damals so populären silbernen Anzüge im Alufolienlook und eine Haarsprayinvasion die ihres gleichen sucht. Da fallen die zigtausend Plasmakugeln die auch so schön altmodisch wirken, gar nicht weiter auf. Allein an den Kulissen und den Outfits kann man sich köstlich amüsieren.
Dazu kommen dann noch halsbrecherische Verfolgungsjagden auf kleinen Transportvehikeln die mit geschätzten 5 km/h durch die Gegend sausen.

Hat man sich daran sattgesehen, gibt es noch die Dialoge. Die sind mal wieder von der allerdämlichsten Sorte und Schauspieler die wirklich mies sind. Reb Brown ist von einem guten Schauspieler meilenweit entfernt, ist aber einfach verdammt unterhaltsam. Dann haben wir noch Cameron Mitchell, der vermeintliche Bösewicht aus dem Söldnerkommando der hier mit einem nikolausartigen Rauschebart auftritt und eine Lache hat, die fast mit Ming konkurrieren kann. John Phillip Law spielt auch mit und auch er ist so ein Trashfilmdarsteller, den man kennen kann, sei es als Pygar in Barbarella oder in Alienators. Cisse Cameron war so eine richtig miese Darstellerin, was sie hier wunderbar unter Beweis stellt. Die Rolle bekam sie wohl auch nur, weil sie mit Reb Brown verheiratet ist.

Was bleibt am Ende zu sagen? Space Mutiny ist Trash der unterhält, er bietet viel, wenn es darum geht sich über schlechte Kulissen und dämliche Dialoge zu amüsieren. Die Handlung ist praktisch nicht existent und das ist auch nicht weiter tragisch. Entweder gibt man sich den Film auf deutsch in der unheimlich blöden Synchro oder, was fast noch besser ist, in der Mystery Science Theater 3000 Version oder am besten beides mit einer Flasche Whisky.

Bewertung
8,5/10
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