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Spider-Man 2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.10.2007

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Ich könnt mal wieder schreiben, dass Comicverfilmungen generell so eine Sache sind, die eher schief gehen. Bei Spider-Man tut einem solch eine Aussage schon fast wieder leid, denn man merkt das sich die Macher und vor allem Regisseur Reimi sehr viel Mühe gaben und sich tatsächlich an den Comics orientieren, anstatt einfach irgendwas zu interpretieren.

Der Film spielt ungefähr 2 Jahre nach Teil 1 und es hat sich einiges getan. Peter Parker hat große Probleme, so wie sich das für einen Superheld gehört, der seine Identität geheim halten muss. Er hat kein Geld, keinen Job, hat Probleme in der Uni und seine Freundin Mary Jane vertreibt er auch, weil er sie nicht in Gefahr bringen will. Es läuft alles schief. Als er dann noch eine Theatervorstellung verpasst, in der Mary Jane eine Hauptrolle spielt, weil er mal wieder den Helden geben muss, ist es endgültig aus. Er sieht wie MJ mit einem anderen Mann davonzieht. Unser kleiner Peter Parker ist daraufhin so niedergeschlagen, dass nicht mal seine Fähigkeiten mehr funktionieren wollen. Er hat also wirklich ein beschissenes Leben.
Aber zumindest gibt es schon bald wieder einen üblen Bösewicht zu bekämpfen, da ein Experiment von Dr. Octavius schief geht und dieser zu Dr. Octopus verwandelt.

Nach den ersten 50 Minuten wollte ich schon ein Urteil über den Film fällen: Bullshit. Zum Glück hab ich mir die restlichen 80 Minuten dann auch noch angetan.
Am Anfang ist dieser Film so ziemlich das schrecklichste, langweiligste und dumpfste was mir seit langer Zeit unterkam.
Okay Peter Parker ist eine arme Sau weil er darunter leidet, ein Superheld zu sein, er kriegt nichts auf die Reihe und versagt. Muss man das dem Zuschauer so breitgetreten präsentieren? Und warum wird das Ende Spider-Mans und seine Rückkehr so schnell und belanglos abgehandelt? Irgendwie hätte man das ein wenig länger machen können, als in 15 Minuten mal ein wenig zu zeigen wie Peter Parker jetzt wieder er selbst ist.
Und was stört es ihn überhaupt, dass Mary Jane nun einen anderen heiraten will? Kirsten Dunst ist wohl die größte Fehlbesetzung überhaupt. Sie sieht nicht besonders aus, ihre Sparmimik ist lachhaft (sie hat genau 2 Gesichtsausdrücke: Dümmlich grinsend und einfach nur dumm dreinblickend) und praktische jede Comic- und Zeichentrickversion von MJ hatte 10x mehr Sexappeal als dieses merkwürdige Etwas. Es gäbe wahrscheinlich 20 bessere Schauspielerinnen für diese Rolle.
Richtig klasse ist dagegen Alfred Molina als Dr. Octavius. Aber warum musste man die Entstehungsgeschichte von Doktor Octopus umändern? In den Comics sind die Arme ein Apparat, den er für radioaktive Experimente benutzt, um sich keiner direkten Gefahr auszusetzen, bei einem Unfall mit einer Explosion verbinden sich die Arme mit seinem Körper woraufhin er sie durch Gedankenkraft steuern kann. Fertig, aus.
Hier im Film haben wir dagegen wieder den verrückten Wissenschaftler nach Schema F, der ein völlig durchgeknalltes Experiment startet, das keine Sau braucht und das natürlich schief geht. Öde.

Und trotzdem, hat man sich durch die gruseligen 50 Minuten gekämpft und wandelt dann eben Dr. Octopus durch die Straße und Peter Parker hat keinen Bock mehr auf Spider-Man nimmt der Film an Fahrt auf. Natürlich gibt es die glorreiche Rückkehr des Helden. Dazu eine der wohl besten Actionsequenzen überhaupt, ein Kampf der beiden Protagonisten auf einem Zug der absolut spannend und genial inszeniert ist. Auch der große Showdown am Ende ist zumindest toll gemacht, auch wenn das Ende so vorhersehbar ist, dass es langweilt. Das Spider-Man mit seiner Peter Parker Existenz hausieren geht und es nach diesem Film wohl ganz New York weiß ist auch ein wenig lächerlich.

Spider-Man 2 ist also ganz nett, solange es Action gibt und man eben Spider-Man sieht. Der Rest ist eher lachhaft, krampfhaft wird versucht, so etwas wie Tiefe rein zubringen und dem Charakter Peter Parker etwas menschliches zu geben, allerdings gleitet man da so sehr ins kitschige ab, dass man nur noch drüber lachen kann und überhaupt: Warum müssen alle Superhelden in allen Verfilmungen heutzutage immer so psychische Wracks sein, die mit ihrem realen Ich kämpfen? Egal ob Batman, Superman oder jetzt hier Spider-Man. Was kommt als nächstes? Hulk in der Midlife Crisis? Warum können die Filme nicht einfach das sein, was sie eben sind? Superheldenfilme wo 90% der Leinwandzeit dem Superheld gehört. DANN wären auch Filme wie Spider-Man 2 große klasse.

Bewertung
5,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 13.10.2007 )
 
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