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Groß war die Freude nicht unter den zahlreichen Star Wars Anhängern, als sie nach Episode 1 aus dem Kino kamen. Zu bunt, zu kindisch, Jar Jar Binks nervt, wo sind Skywalker und Han Solo. Nachvollziehen konnte ich das auf jeden Fall. War die Originaltrilogie noch schön düster und überzeugte durch Raumschiffe, die nicht bunt, sondern böse aussahen, wirkte The Phantom Menace schon mehr wie ein Disneyfilm. Ein kleines Kind als Hauptfigur und eine doofe Comicgestalt als Sidekick. Drei Jahre später kam dann die Weiterführung der Geschichte. Drei Jahre. An sich genug Zeit um die Fehler auszubügeln.
So wirklich tat man das aber nicht. Der übermäßig bunte Look ist immer noch da und sieht beizeiten sehr peinlich aus. Etwa das glänzende Raumschiff von Amidala. Auch Jar Jar Binks lebt noch, nervt nun aber nur noch sehr selten. Um was geht es in dem Film eigentlich? Wollte Lucas nur zeigen, was seine Effektleute drauf haben? Nun, nicht ganz. Es geht um Klone, böse Jedis, gute Jedis und eine Liebesgeschichte zwischen Anakin und Amidala. Persönlich find ich es etwas merkwürdig, dass Amidala, wie sie sagt ja schon immer in Anakin verliebt ist, obwohl der doch wesentlich jünger war. Es hinterlässt einen etwas gruseligen Eindruck. Generell wird diese Liebesgeschichte auch mehr mit dem Holzhammer präsentiert und mal eben so abgehandelt. So sagt Amidala zuerst, dass die beiden ja nie zusammenkommen werden, dann, nachdem Anakin einige Leute abgeschlachtet hat, um seine Mutter zu retten, ist sie plötzlich doch total verliebt. Liebesgeschichten waren noch nie die Stärke von Lucas. Das hat man schon bei der Originaltrilogie gemerkt, aber Han und Leia haben das doch etwas besser rübergebracht als die zwei Figuren hier, zwischen denen so gar nichts funkt und das merkt sogar der Zuschauer.
Ansonsten wird Anakin langsam böse und er ist mächtig angepisst das er so gar nicht ernst genommen wird. Vor allem kriegt er langsam einen Hass auf Obi Wan der ihn immer zurückpfeift und anschnauzt weil der kleine Hitzkopf eben einen Fehler nach dem anderen macht.
Zwischendrin gibt es bei dem Film irgendwie nicht viel. Er plätschert so dahin und zeigt vieles, das man schon vor fast 30 Jahren gesehen hat. Die Bars damals sahen besser aus, die Musik war besser, es gab noch keine Hippiefenster und irgendwie wirkte alles ernsthafter. Am Ende gibt es dann natürlich den großen Showdown, der ist grafisch spektakulär inszeniert und es macht Spaß diesen mit anzusehen. Wenn hunderte Klone gegen eben so viele Droiden kämpfen und mittendrin eine Horde Jedis stehen, macht das eben Spaß. Sehr gut gefallen hat mir dagegen die kleine Handlung um den Kopfgeldjäger Jango Fett und seinen Sohn, denen wünscht man hier zwar sofort den Tod, aber das muss wohl so sein, denn die Bösen sollen ja schön nervig und unsympathisch bleiben. Ebenfalls nett ist der böse Jedi, auch wenn sein Name (Dooku) irgendwie doof klingt. Es fehlt einfach irgendwie das Einfallsreiche, das Spannende, das Neue. Dass im Endkampf mal wieder ein Arm abgeschlagen wird, könnte zwar als Hommage gelten, ist aber einfach zu ideenlos in die Effektschlacht geklatscht. Während es bei Luke Skywalker eben noch ein dramatischer Höhepunkt im Kampf gegen Darth Vader war, passiert das hier Anakin einfach mal so beiläufig und ist schon 2 Sekunden später kein Thema mehr. Zumal sich der Film ja sowieso jegliche Spannung nimmt, denn dass Anakin und Obi Wan überleben weiß man
Die Schauspieler geben sich wohl alle Mühe. Ewan McGregor versucht sich positiv hervorzuheben, seine aalglatte Rolle vermisst aber die interessanten Ecken und Kanten. Hayden Christensen hat dieses als Anakin und könnte so einen interessanten Charakter präsentieren, aber ihm mangelt es irgendwie völlig an Talent, er tappst unbeholfen durch die CGI Welt und schafft es nicht seinen Charakter wirklich rüberzubringen. Natalie Portman sieht man oft, aber irgendwie auch nicht. Akzente zu setzen scheint nicht ihr Ding zu sein, aber das war damals bei Carrie Fisher nicht wirklich anders. Die restliche Besetzung schwankt zwischen unscheinbar und nett. Wirklicher Gewinner ist aber wohl Yoda, der im Endkampf wie ein Frosch rumhüpft und einfach von Anfang an alle Sympathien auf seiner Seite hat.
Attack of the Clones ist ein Sequel dem es an Überraschungen und besonderer Momente mangelt. Ebenso ist die Handlung einfach zu dünn und Lucas typisch sind sowohl die Dialoge als auch die Liebesgeschichte eher zum davonlaufen. Unterhaltsam ist der Film beim ersten Mal aber schon, zumindest die Effekte sind ja klasse. Zu viel erwarten darf man aber auf jeden Fall nicht.
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