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Betrachtet man den Hauptdarsteller dieses Films, könnte dessen Tagline „Action goes into Overtime“ schon fast eine fiese Drohung sein. Aber zum Glück hat der Film dann doch eine recht normale Laufzeit.
Wie man sich schon am Filmtitel ausrechnen kann, geht es wohl irgendwie um Eishockey. In der NHL steht das entscheidende Spiel um den Stanley Cup an und dies nutzen ein paar fiese Terroristen. Diese haben Unterstützung von einem korrupten FBI-Agenten, der die Bösewichte in die Mellon Arena (Damals noch Civic Arena) einschleust. Die Bösewichter verbauen in der Arena gekonnt C4 und stürmen dann die VIP Lounge, wo sich der Vizepräsident der USA befindet. Dieser und seine Gäste werden als Geiseln genommen und es wird natürlich damit gedroht, dass alles in die Luft fliegt, wenn nicht eine Menge Geld locker gemacht wird. Gut, die Terroristen gehen noch einen Schritt weiter, denn je länger das mit dem Geld dauert, desto mehr Geiseln werden ins Jenseits geschickt.
John McClane hatte wohl etwas Besseres zu tun und so tritt Darren McCord die Vertretung an. Der war mal Feuerwehrmann, hat den Job nach einem traumatischen Erlebnis an den Nagel gehängt und arbeitet, ohne dass es seine Frau oder die Kinder wissen, als Hausmeister in der Arena. Aber zum Glück kann er auch Martial Arts und mit Waffen umgehen und so macht er sich flugs daran, das Böse zu besiegen.
Nein, die Handlung ist nicht sonderlich einfallsreich und tatsächlich folgt man dem Die Hard Muster recht genau. Sudden Death ist aber trotzdem ein ganz unterhaltsamer Film und von allen Stirb Langsam Kopien wohl klar die beste. Überraschend ist vor allem die recht deutliche Härte. Geiseln werden blutig erschossen, eine Terroristin findet ihre Hand erst in der Fritteuse und wird dann von einer Maschine stranguliert. Zuvor überlebt ein Kind nur, weil besagte Terroristin keine Munition mehr hatte. Gefangene werden jedenfalls keine genommen. Aufgelockert wird die Action durch einige Hockeyszenen, die recht passabel sind. Unglaubwürdig wird es dann, wenn McCord als Torhüter aufs Eis muss, niemandem fällt das auf und dann überzeugt er auch noch mit Glanzparaden. Gut, die meisten Actionfilme sind unrealistisch und meist auch genauso vorhersehbar wie dieses Werk. Dass am Ende alles gut ausgeht, ist ja klar.
Jean Claude van Damme ist natürlich alles andere als ein guter Schauspieler, aber er macht seine Sache ganz ordentlich, da der Film auch recht flott inszeniert ist, fällt seine hölzerne Darbietung nicht weiter negativ auf. Der andere bekannte Schauspieler ist Powers Boothe, der in letzter Zeit auch in etwas namhafteren Filmen wie Sin City oder der Serie 24 mitspielte. Alle anderen Darsteller sind mehr oder weniger nur Statisten.
Sudden Death ist natürlich kein Meisterwerk, aber doch ganz unterhaltsam, von kleineren Längen mal abgesehen.
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