|
Heilige Scheiße, was für ein Film. Gesehen hab ich mittlerweile schon viel, aber es ist doch erstaunlich, dass man immer wieder noch einen Film findet, der noch eine ganze Ecke unglaublicher und blöder ist. Hong Kong kann, das muss man so sagen, wie kein zweites Land absolut dämliche Filme produzieren. Filme, die so übertrieben, wahnsinnig, lustig und absurd sind, dass jede Komödie dagegen wie ein ernsthaftes Drama wirkt.
Super School Overlords aka Future Cops aka Chao ji xue xiao ba wang ist auch noch unter dem Titel Street Fighter bekannt (Ja, vier Titel für einen Film…) und das hat seinen guten Grund, treten hier ja unzählige Charaktere aus Street Fighter II an. Natürlich ohne jede Lizenz, wodurch die Charaktere nicht absolut 100% wie ihre Vorbilder aussehen, aber kennt man die Spiele, wird man sofort die einzelnen Figuren erkennen. Um es vorweg zu nehmen: Obwohl die Street Fighter Figuren nicht die Hauptrolle spielen, ist dies der beste Street Fighter Realfilm überhaupt. Der ein Jahr später erschienene Kinoflop mit Jean Claude Van Damme wirkt dagegen sogar noch schlechter als dies ohnehin schon der Fall war.
Schon der Anfang von dem Film ist so wahnsinnig, das sman fast von der Couch fällt vor Lachen. Da kreiseln sich die Figuren in der Luft, teilweise wird die Geschwindigkeit hochgefahren, Todesstrahlen kommen aus allen Richtungen und dann ist da natürlich noch Dhalsim der seine Arme und Beine auf unglaubliche Längen ausfahren kann (und in der Luft meditiert). Die Kampfszenen sind so übertrieben, man muss das einfach gesehen haben.
Worum es in dem Film so wirklich geht, weiß ich nicht. Die Street Fighter Figuren sind aus dem Jahr 2043, kommen dann aber ins Jahr 1993 zurück. Scheinbar wollen sie ihren Kampf lieber in der Vergangenheit austragen. Die „guten“ Charaktere der Spiele schlagen sich auf die Seite von einem Schuljungen der immer von anderen verarscht wird. Die anderen bösen kommen hinzu und es entsteht das absolute Chaos.
Man muss das wirklich gesehen haben, der Film nicht sich zu keiner Sekunde auch nur annähernd ernst, auch die normalen Szenen sind größtenteils lustig. Wie kommt ein Schuldirektor auf die Idee, einen Schuljungen zu bestrafen, in dem er ihm ein großes Schild auf den Rücken bindet und wie einen Frosch über den Schulhof hüpfen lässt? Wahnsinn…
Leider verfällt das ganze in der Mitte etwas, da zieht sich der Film dahin, bis es dann endlich zum Showdown kommt, wo dann noch mehr Street Fighter Figuren wie Chun Li (und ihre Mutter Chun Tai?!) auftauchen. Am schärfsten sieht Blanka mit seinem grünen Stoffanzug aus. Die Kostüme sind genauso billig wie die wahnwitzigen Special Effects. Die blauen Blitze sind ungefähr auf dem Level des ersten Terminators. In einer Szene hängt der eigentliche Protagonist mit einem Bein an einem Geländer, als eine (ins Bild gemalte) Biene auftaucht und verkündet dass sie jetzt Lust hat ihn zu pieksen, woraufhin er natürlich runter fällt.
Auffallend ist auch die Zahl bekannter Schauspieler.. Namen wie Andy Lau, Jacky Cheung, Simon Yam oder Chingmy Yau kennt man, wenn man sich ein bisschen mit Filmen aus Hong Kong auseinandersetzt. Trotzdem greifen hier alle zur absoluten Übertreibung und spielen wahnsinnig überdreht ihre Rollen.
Wäre da nicht der absolute Durchhänger in der Mitte, wäre der Film ein absolut geniales Trashmeisterwerk. So ist der Film auf jeden Fall für alle empfehlenswert, die was für abgedrehten Unsinn übrig haben oder total auf Street Fighter stehen.
Im Forum kommentieren |