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Ihren Anfang hatten die Turtles in Comicform. Erschienen im Jahr 1984 waren sie sehr düster und 1987 wurde dann daraus eine Zeichentrickserie gemacht. Mit den Comics hatte man praktisch nur noch die Namen der Protagonisten gemeinsam, denn die Serie war ganz deutlich auf Kinder ausgerichtet. Sie war bunt, sie war übertrieben, sie war lustig und traf damit genau ins Schwarze. Kaum eine andere Serie zog so eine riesige Merchandisemaschinerie nach sich. 1990 erschien dann der erste Kinofilm. Ich vermute mal, die meisten Fans und vor allem Kinder waren extrem überrascht, als sie sahen, dass sich dieser sehr viel stärker an die Originalcomics, als an die Serie hielt und das war auch gut so. Hierbei muss man noch anmerken, dass man sich in Deutschland mal wieder furchtbar lächerlich gemacht hat, denn scheinbar hat man die „Härte“ des Films nicht verkraftet und so noch extra dämliche Sprüche und furchtbar idiotische „lustige“ Soundeffekte bei den Kämpfen eingebaut. Empfohlen wird deshalb auch hier noch mal ganz klar, sich den Film im Originalton anzusehen. Der Bösewicht ist natürlich Shredder, der sich schon fast eine Armee aus kriminellen Jugendlichen aufgebaut hat und mit dieser die ganze Stadt New York bedroht. Die Polizei ist damit natürlich wie immer völlig überfordert und so braucht es wieder Superhelden. Diese sind vier mutierte Schildkröten, welche von einer ebenfalls mutierten Ratte angeführt werden. Sie alle sind natürlich Meister im Bereich Martial Arts. Shredder wird von ihnen bereits ziemlich unter Druck gesetzt, als dessen Untertanen die Ratte Splinter entführen… Wie gesagt, ist es sehr schön, dass der Film die Zeichentrickserie fast völlig ignoriert. Rocksteady, Bebop, Krang und die ganzen anderen Gestalten kriegt man hier nicht zu sehen und die Turtles wirken tatsächlich um einiges bedrohlicher, auch wenn sie natürlich trotzdem Pizza mögen und dumme Sprüche reißen. Die einzigen weiteren bekannten Gestalten, die hier auftauchen, sind April O’Neil und Casey Jones, die sich auch hier beiden Turtles anschließen. Sehr gelungen ist die Kulisse. Der Film spielt größtenteils in der Nacht und dadurch wirkt New York schon um einiges bedrohlicher. Shredder sieht klasse aus und nicht so lächerlich wie im Cartoon, was auch für die Turtles gilt. Gerade bei diesen Kostümen bestand ja die Gefahr, dass sie lächerlich aussehen (Was bei Teil 3 ja dann auch der Fall war). Insgesamt kann man sagen, dass dieser Film das Feeling der Comics recht gut einfängt. Von den Schauspielern darf man dabei nicht zu viel erwarten, hier hat man ein komplettes B-Movie - Cast am Start, was auch am Budget lag, das war mit 15 Millionen doch recht niedrig und das meiste ging wohl für die Erstellung der Kostüme drauf. Die einzigen bekannten Namen finden sich bei den Sprechern für die Turtles mit Namen wie Corey Feldman oder Brian Tochi. Kann man über die praktisch nicht vorhandene Story und einige kleinere Längen hinwegsehen, findet man mit Teenage Mutant Ninja Turtles wohl die bestmögliche Turtles Verfilmung.
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