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Tenacious D in The Pick of Destiny PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.03.2007

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Tenacious D haben als Band ziemlich schnell Kultstatus erlangt. Eigentlich hat dafür ein einziges Album gereicht, dann bekamen sie schon eine eigene Fernsehshow, die es aber auch nur auf 6 Folgen brachte. Trotzdem ist die Band irgendwie eher ein Seitenprojekt, zumindest wohl für Jack Black, der sich ja doch mehr als Schauspieler fühlt.
Was liegt also näher, als beides zusammen zu führen? So erschien ihr erster Spielfilm.

Als Autobiographie ist der Film aufgebaut, wie sich Jack Black und Kyle Gass begegnen und dann gemeinsam eine Band gründen. Nicht irgendeine Band, nein, die verdammt noch mal beste Band aller Zeiten. Alles andere wäre auch zu wenig. Der Film beginnt mit einem jungen Jack Black, der in einer streng christlichen Familie aufwächst, wo Rock verboten ist…und dann wird der Vater von niemand anderem als Meat Loaf gespielt. Der kleine Jack hat es nicht leicht und flüchtet, nach dem ihm Ronnie James Dio in einem Poster erscheint und ihm die Message gibt, sich nach Hollywood zu begeben, denn dort wartet sein musikalischer Partner. Dieser ist natürlich Kyle Gass, ein Straßenmusikant. Die beiden raufen sich zusammen. Das ist natürlich durch das Schicksal vorherbestimmt, genauso wie der Name, beide tragen jeweils die Hälfte davon als merkwürdiges Muttermal am Arsch. Aber dafür muss erstmal der beste Song aller Zeiten komponiert werden. Kein leichtes Unterfangen. Aber natürlich meint es das Schicksal gut mit ihnen, durch Zufall entdecken sie, dass alle großen Gitarristen das gleiche Plektrum benutzt haben. Das wollen sie nun suchen, denn mit dem werden sie sicher als Sieger aus dem Wettbewerb gehen.

Das Erstlingswerk von Tenacious D war in den US Kinos ein ziemlicher Flop. Auch die Kritiken waren recht vernichtend. Beides kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht muss man auch den Humor von Tenacious D (der ja recht direkt und extrem weit unter der Gürtellinie angesiedelt ist) mögen. Ein wenig nachvollziehen kann ich es dann aber doch, denn der Film vergibt viele Chancen. Man sehe sich nur mal die Besetzung an: Ronnie James Dio, Meat Loaf, Tim Robbins, Ben Stiller, David Grohl und dann werden die alle verbraten, als wenn es kein Morgen mehr gäbe. In den ersten 5 Minuten tauchen Dio und Meat Loaf auf. Meat Loaf wird dann später noch für wenige Sekunden gezeigt, Dio taucht gar nicht mehr auf. Das ist schade. Ben Stiller hat einen extrem kurzen, aber lustigen Auftritt als Musikladenbesitzer, der sich mit dem Pick of Destiny beschäftigt (Sehr genial die Szene in der Abstellkammer, wo er auf mystisch macht und den Raum nur mit einem Feuerzeug erhellt, bis Kyle Gass den Lichtschalter betätigt und die Stimmung ruiniert) und Dave Grohl taucht in der Form des Teufels auch nur am Ende auf. Warum hätte man im Showdown z.B. nicht Dio noch als Retter von Tenacious D auftreten lassen können? Gerade wo doch Dio das Idol von Jack Black sein soll, hätte das wunderbar gepasst.

In der Mitte dann viele Parodien. Auf der Suche nach dem Plek stürmen sie ein Rock ’n’ Roll Museum und als sie ihr Zielobjekt finden, müssen sie durch ein Netz von Lasern klettern, das hat man so in tausenden Banküberfallfilmen gesehen und wird hier ganz lustig aufs Korn genommen. Aus Use the Force wird dann Use the Dick, mehr muss ich nicht dazu sagen, oder? Der Humor ist eben größtenteils sehr weit unten angesiedelt – aber, und das haben sie anderen Streifen voraus: Es funktioniert. Es ist nicht anstößig oder pubertär, sondern irgendwie charmant gemacht, man findet es lustig, eben wie auch die Musik der beiden, wo man sich auch nicht an Songs wie Fuck her gently stören kann.

Trotzdem ist es schwer, ein Fazit zu dem Film zu finden. Er unterhält und er hat seine Momente, wo man lachen muss. Einige Gags funktionieren dann gar nicht, weil sie einfach zu ausgetrampelt sind. Beispielsweise der Pilztrip von Jack Black, den hätte man kürzer halten können.
Was dem Film noch mal ein paar Punkte einbringt, ist der Soundtrack. Der ist mehr als gelungen und so ist die CD auch als allein stehendes Album sehr empfehlenswert.
Für Fans von Tenacious D ist der Film so oder so Pflicht und sie werden ihn mögen. Bei allen anderen ist es wohl vom persönlichen Geschmack abhängig, ob sie dass Gehampel von Jack Black und Kyle Gass lustig finden oder nicht.

Bewertung
7,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 23.04.2007 )
 
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