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The Adventures of Mark Twain PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.12.2009

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Mark Twain war ohne Frage ein großer Autor und zumindest die Geschichten rund um Tom Sawyer und Huckleberry Finn kennt wohl jeder.
Beide Figuren kommen natürlich auch in diesem Film vor, welcher seinerzeit der erste Claymationfilm in Spielfilmlänge war.

Die Handlung des Films basiert auf einer Aussage Mark Twains, der 1835 geboren wurde, just als der Komet Halley an der Erde vorbei flog. 75 Jahre später tauchte er wieder auf und Mark Twain war davon überzeugt, dass er zu diesem Zeitpunkt sterben wird, was dann auch tatsächlich geschah. Im Film wird das alles etwas fantasievoller dargestellt, denn Twain hat hier ein großes, futuristisches Luftschiff gebaut und will mit diesem den Komet erreichen.
Der Flug an sich wäre sicher genug Material für einen Film und so schleichen sich Tom Sawyer, Huckleberry Finn, sein Frosch sowie Becky Thatcher an Bord.
Das Schiff hat eine Art Holodeck, wo die vier einige Abenteuer Mark Twains miterleben.

Der Film ist wohl in erster Linie auf Kinder ausgerichtet, allerdings, wie viele Kinderfilme aus den 80ern mit einigen sehr düsteren Szenen unterlegt und teilweise humoristischen Sachen, die sich eindeutig an Erwachsene richten. Das erstaunt mich persönlich immer wieder, wie krass manche vermeintliche Kinderfilme (Man denke etwa an The Black Cauldron) damals waren, insbesondere im Vergleich zu heute.
Vor allem die auf der nie fertig gestellten Geschichte „The Mysterious Stranger“ basierenden Szene sind schon recht gruselig und ich denke mal, nicht für kleine Kinder geeignet. Hier taucht Satan auf und die ganze Szene endet in einer geradezu hasserfüllten Rede über die Menschheit.

Die anderen Geschichten die behandelt werden, sind da schon um einiges lustiger. Vor allem das Tagebuch von Adam und Eva ist sehr genial und witzig umgesetzt, wenn Eva im Paradies einen  Schilderwald produziert, weil sie jeden Gegenstand benennt und sich Adam vor allem wundert, woher sie diese Wörter kennt.  Auch die Geschichte rund um den hüpfenden Frosch von Calavera County ist sehr nett. Weiterhin gibt es Szenen aus Injun Joe, The damned Human Race und Captain Stormfield’s Visit to Heaven. Vor allem dort ist der Humor eher auf erwachsene ausgerichtet, ich wüsste zumindest kein Kind, welches das Buch Fermder in einer fremden Welt kennt, auf das hier angespielt wird.
Drumherum gibt es Szenen rund um das Luftschiff und die Reise zum Kometen, die auch sehr nett sind, wenn auch nicht sonderlich einfallsreich, wie die Szene mit der Sphinx (Jeder weiß doch, dass Obelix dafür verantwortlich ist, dass die keine Nase mehr hat).

Die Knetanimationen waren zur damaligen Zeit sicher absolut beeindruckend und sehen auch heute noch nett aus, können aber natürlich nicht mit beispielsweise dem letzten Wallace & Gromit Film mithalten. Aber es sieht zumindest sehr schön aus und hat einen ganz eigenen Charme.

The Adventures of Mark Twain ist ein sehr unterhaltsamer kleiner Film, eben nicht nur für Kinder. Mir hat er gut gefallen.

Bewertung
8/10
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