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Bei manchen Filmen erkennt man schon an der Handlung, dass sie nicht gut sein können. The Cell wäre einer jener Filme. Denn was will dieser Film denn eigentlich sein? Psychothriller? Horror? Science Fiction, Krimi oder ein effektüberladener Bilderrausch? Im Prinzip ist er das alles und das ist eindeutig zu viel.
Catherine Deane ist unsere Hauptfigur. Eine Psychologin, die ein neues Gerät erprobt. Mit diesem kann man in die Gedankenwelt anderer Menschen eintauchen. Verwendet wird das im Film um Menschen, die im Koma liegen, aus diesem zu holen. Wie auch immer das nun funktionieren soll. Zur gleichen Zeit taucht natürlich ein Mörder namens Stargher auf und er ist ein gerade zu sadistisch-kranker Mensch. Er entführt gern junge Frauen, sperrt sie nackt in eine Glaszelle und flutet diese nach ein paar Stunden mit Wasser. Die Frauen ertrinken und dann treibt er seine kranken Spielchen mit den Leichen. Allerdings wird er schon bald von der Polizei geschnappt, bevor die aus ihm rausquetschen können, wo sich sein letztes, lebendes Opfer befindet, kriegt er aber einen epileptischen Anfall und fällt ins Koma. Man beauftragt nun Catherine, in die Gedanken des Mörders einzudringen und den Aufenthaltsort des Opfers herauszukriegen. Ein bizarrer Horrortrip beginnt.
Es war ja noch nie eine gute Idee, als Werbe- und Musikvideofilmer in das Filmgeschäft einzusteigen, zu groß sind da die Unterschiede und schon einige Regisseure haben dann nur noch Mist zustande gebracht, weil sie ihren Videoclipstil einfach auf 90 Minuten aufblähen und denken dass das reicht. Tarsem Singh ist auch so ein Videoclipmacher, recht bekannt geworden vor allem durch sein Video zu R.E.M.s Hit Losing my Religion. Im Prinzip sind die bizarren Bilder, die sich bei The Cell aufbauen auch das einzig positive. Vor allem auf der großen Leinwand sehen die einfach sehr beeindruckend aus und unterlegt von wuchtigem Sound macht das Ganze schon einen tollen Eindruck.
Aber wo bleibt hier der Tiefgang? Die Story wirkt wirr zusammenkonstruiert, ganz so als hätten 10 Leute ihre Ideen zusammengeworfen und nicht darauf geachtet, dass auch alles passt. Auch wird gar nicht so sehr auf den psychologischen Aspekt eingegangen. Die Message lautet „Hat man eine schlimme Kindheit gehabt, wird man eben zum Psychopath“ und das kann es ja wohl nicht sein. Die Figuren sind auch recht platt, gerade bei der von Jennifer Lopez gespielten Catherine war man sich scheinbar nicht wirklich einig, was sie sein soll. Zuerst macht sie den Eindruck einer 08/15 Psychologin, die viel zu weichgespült daherkommt, nur um am Ende dann knallhart zu sein und zwischendrin macht sie einen auf Alternativ und wird beim Kiffen gezeigt. Passt das zusammen? Nein. Allerdings hätte Lopez wohl mit einem tiefgründigen Charakter mangels Talent auch so ihre Probleme. Von den Charakteren überzeugen kann lediglich Carl Stargher, der schön durchgeknallt, krank und gefährlich daherkommt. Unter all dem schrecklichen Makeup versteckt sich hier Vincent D’onofrio. Dass er Psychocharaktere gut rüberbringen kann, wissen wir ja von Full Metal Jacket.
Was bleibt ist ein visueller und audiophiler Trip, der aber sonst weder überzeugen noch unterhalten kann und so ist The Cell eher ein Fall für die Mülltonne.
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