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The Devil's Rejects PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
01.05.2007

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Was ihm bei Haus der 1000 Leichen noch gründlich misslang, schafft Rob Zombie mit The Devil’s Rejects nun endlich, nämlich einen anständigen Film zu machen.

Dabei schließt TDR direkt an Haus der 1000 Leichen an. Die Familie Firefly spielt gerade mit einigen ihrer Leichen, als die Polizei auftaucht, ihre Farm umstellt und nur darauf wartet, dass die Familie ins offene Feuer rennt.
Nun, ganz so blöd sind sie dann doch nicht, packen sich in Eisenplatten ein, holen Waffen und starten einen netten kleinen Shootout. In der Folge sterben dann einige Polizisten, trotzdem gelingt es ihnen, das Haus zu stürmen und zumindest die Mutter festzunehmen, während Baby und ihrem Bruder Otis die Flucht durch einen leicht deplatziert wirkenden Abwasserkanal gelingt.
Auf der Flucht wollen sich die beiden mit ihrem Vater Captain Spaulding treffen, der fies aussehende Clown, der nicht nur Kinder erschreckt. Natürlich ist ihnen aber auch nach wie vor die Polizei auf den Fersen und vor allem Sheriff Wydwell hat es auf die Familie abgesehen, die haben nämlich seinen Bruder ermordet.

War Haus der 1000 Leichen noch ein bunter, völlig überdrehter Psychotrip, der zwar einige härtere Szenen bot, aber dabei nie wirklich krass war, so scheint Zombie hier alle Register zu ziehen. Das Comichafte und die psychedelischen Farbspielereien sind weg. Dafür gibt es teilweise recht merkwürdige Überblenden und eine extrem verwackelte Kamera. Ansonsten wirkt der Film wie ein 70er Jahre Roadmovie. Ein sehr harter wohlgemerkt und auch einige Charaktere sind weggefallen. Zum Glück auch Dr. Satan, den eh niemand braucht.
Der ganze Film wirkt dadurch um einiges realistischer und nimmt sich sogar die Zeit, den Charakteren endlich mal ein wenig Tiefe zu verleihen. Vor allem Captain Spaulding bekommt hier doch recht viel Zeit. Das Problem an der ganzen Sache ist, das die 3 kranken Familienmitglieder dabei schon fast etwas sympathisch wirken. Gut, Baby und Otis nehmen Geiseln, mit denen sie kranke Spielchen treiben und sie dann umbringen und Otis macht sich wieder Gesichtsmasken aus den Opfern, aber sie werden doch irgendwie bewusst als Hauptfiguren und Bezugspunkt in den Vordergrund gedrängt. Der Sheriff, der eigentlich ja der Publikumsliebling sein sollte, zeigt schon sehr früh seine sadistische Ader und baut das noch weiter aus, als er einerseits zwei Kopfgeldjäger anheuert und später die drei lieber foltert, anstatt sie einfach zu verhaften. Unterstützt wird dies auch durch das Ende, mit den Flashbacks der drei an „glücklichere Tage“. Ob das nun fehl am Platz ist, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Die Schauspieler machen ihre Sache gut, auch wenn sie allesamt eigentlich recht weit von Topschauspielern entfernt sind. Aber sie geben sich Mühe und hatten wohl auch ihren Spaß und das Overacting, das vor allem Sheri Moon Zombie an den Tag legt, passt auch irgendwie zu ihrer Rolle. Etwas schade fand ich, dass die beiden Kopfgeldjäger sehr selten zu sehen sind.  Denn es ist wohl eine der wenigen Rollen, wo Danny Trejo mal mehr als 5 Wörter sagen darf und er und der Ex-Wrestler Diamon Dallas Page haben irgendwie ein interessantes Team abgegeben.

The Devil’s Rejects ist insgesamt ein gelungener, unterhaltsamer und gleichzeitig recht abgedrehter Film.

Bewertung
8,5/10
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