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The Fantastic Four PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
28.07.2007

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Marvels Comicreihe um die vier Superhelden wurde vor ein paar Jahren in einen Kinofilm umgewandelt und wohl auch einigermaßen erfolgreich. Glaubt ihr jetzt wirklich, es geht hier um diesen Film?

Natürlich nicht, eher geht es um den kleinen Trashbruder. Erscheinen sollte dieser 1994. Ist er aber nicht, weil Marvel den Film so schlecht fand, dass sie lieber einige Millionen an die Produzenten zahlten und den Film vernichtet haben. Dumm nur, dass es dann eben doch noch eine Kopie gab, die schnell in einer dunklen Ecke verschwand.
Aber fangen wir da mal von vorne an. Genauer gesagt, im Jahr 1993. Bernd Eichinger sichert sich die Rechte an den Fantastischen Vier, unter der Auflage von Marvel, dass bis spätestens Ende 1993 ein fertiger Film entstanden sein soll, ansonsten würde er die Lizenz verlieren. Eichinger dachte da noch an eine riesige Produktion mit einem Budget von mal eben 40 Millionen Dollar.  Dass er die nicht auftreiben konnte, war klar. Die Zeit verstrich und als nur noch wenige Monate übrig blieben, wandte der sich an Roger Corman. Corman, die B-Movie Legende, schafft es ja selbst ohne Geld noch einen trashigen Streifen hinzubringen, aber das  gelang hier nur bedingt.

Eine Handlung gibt es auch, zumindest den Versuch einer Handlung. Es beginnt in der Vergangenheit, als Reed Richards und Victor von Doom (wer denkt sich solche Namen aus?) in der Universität sind. Sie machen ein Experiment, das geht schief und Victor ist das Opfer. Man lernt hier auch schon Sue und Jonny Storm als Kinder kennen und dann geht es aus Zeitgründen ganz schnell in die Zukunft. Reed, Sue, Jonny und Ben begeben sich auf eine Weltraummission, bei der sie so stark verstrahlt werden, dass sie plötzlich übernatürliche Fähigkeiten haben. Zusammenfassen kann man den Rest so: Victor von Doom ist mittlerweile zum Marveloberbösewicht Doctor Doom geworden (In den Comics treibt er ja überall sein Unwesen, von X-Men bis Spiderman) und bedroht die Welt. Die Fantastischen Vier kämpfen dann gegen ihn. Das ist auch schon alles und damit unterscheidet dsich ie Handlung nicht mal so sehr von dem Film, der 11 Jahre später in die Kinos kam.

Im Prinzip könnte man sagen, dass alle Schwächen dieses Films rein auf das Budget zurück zuführen sind. Das war nämlich mit nicht ganz 1,5 Millionen mehr als nur knapp.
Die Handlung hält sich ja recht nah an die Comics. Aber dafür hat man eben relativ durchschnittliche Schauspieler (die sich aber zumindest bemühen), schreckliche Kulissen und gerade zu peinliche Special Effects. Gerade letzteres sind bei den Fantastischen Vier mit ihren Fähigkeiten aber nahezu überlebenswichtig. So kann ja Reed Richards seine Arme und Beine verlängern. CGI war zu teuer, also hat man hier tatsächlich angemalte Holzstöcke mit falschen Armen und Füßen verwendet. Das sieht sogar ein Blinder und es sieht wirklich fies aus. Jonny spielt mit Feuer, benutzt er das, wird der Film zum Trickfilm. Alles ist plötzlich gezeichnet, während man bei Sue meist sehr simple Überblenden anwendet.

Und das ist eigentlich genau das Problem. Man merkt, dass die Macher hier einen anständigen Film auf die Beine stellen wollten. Sie gaben sich Mühe und trotz der Produktion von Corman, hält sich der Trash in Grenzen. Bei den Special Effects kann man lachen, bei einigen besonders dämlichen Dialogen ebenfalls und das war es dann auch. Leider ist der Rest dafür recht langatmig geraten. Die Story verschwendet zuviel Zeit mit den Rückblenden und Erklärungen und die Action kommt dafür viel zu kurz. Man hat manchmal sogar den Eindruck, man sieht hier den Pilot für eine Serie.

So bleibt The Fantastic Four aufgrund der Hintergrundgeschichte eine Kuriosität, die weder wirklich schlecht, noch sonderlich gut ist. Ansehen kann man den Streifen, aber erwarten darf man einfach nicht viel.

Bewertung
6/10
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