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Jim Thompsons Roman The Getaway wurde das erste Mal 1972 verfilmt und etwas mehr als 20 Jahre später kam ein mieses Remake. Im Prinzip recht mutig, spielt im Originalfilm ja Steve McQueen die Hauptrolle und der war in den 60er und 70er Jahren nicht zu Unrecht der größte Filmstar.
Steve McQueen spielt Carter McCoy, genannt Doc und dieser sitzt im Gefängnis. Seine einzige Chance, frühzeitig aus dem Gefängnis zu kommen, ist der korrupte Politiker Benyon. McCoy schickt seine Frau Carol zu ihm und sie schafft es auch, dass Carter frei kommt. Allerdings will dieser mehr als nur eine Gegenleistung. Von Carol verlangt er neben Sex auch noch, dass sie später ihren Mann erschießt. Von Carter verlangt er nach der erfolgreichen Freilassung, dass er eine Bank überfällt.
Carter muss diesen mit zwei ihm unbekannten Komplizen durchführen. Zum einen der junge, unerfahrene Jackson, der schon bei der Planung des Überfalls negativ auffällt und Butler, dem man sofort ansieht, dass er nicht ganz sauber ist. Natürlich geht der Überfall schief, das Geld kriegen sie zwar, aber Jackson erschießt einen Wachmann und auf der Flucht wird dieser von Butler erschossen. Dieser will das Geld natürlich ganz für sich allein. Auch Doc will er töten, aber der ist schneller und erschießt Butler. Das glaubt er zumindest, doch dieser trägt eine kugelsichere Weste. Der erste große Showdown folgt dann bei Benyon, denn Carol erschießt lieber ihn als ihren Mann, was dafür sorgt, dass die McCoys in der Folge nicht nur von Butler verfolgt werden, sondern auch von Benyons Kumpanen und natürlich der Polizei. Das Ziel der McCoys ist Mexiko, aber ob sie es dahin schaffen?
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Jim Thompsons, zu dem Walter Hill das Drehbuch schrieb und Sam Peckinpah führte Regie. Für einen Actionfilm sehr erstaunlich, ist die Tiefe und Abwechslung, die dieser Film erreicht. Das Geld und die Flucht stehen dabei natürlich im Vordergrund, aber es passieren auch allerhand ungeplante Sachen, wie ein Zwischenfall am Bahnhof, wo die McCoys fast das Geld an einen Dieb verlieren. Einen großen Teil des Plots nimmt auch die immer größer werdende Kluft zwischen Carter und Carol ein. Doc erfährt nämlich schon recht früh, dass Carol ihn betrogen hat und auch, wenn sie das nicht freiwillig gemacht hat, ist er davon recht tief getroffen.
Regisseur Sam Peckinpah ist aber in erster Linie natürlich bekannt für harte und kompromisslose Action, die hier zu jeder Zeit geboten wird. Es gibt zahlreiche Schießereien, die ihren Höhepunkt in einer Hotelschießerei findet. Trotzdem hat der Film einige Schwachpunkte, denn ein paar Längen haben sich eingeschlichen, bei einer Spielzeit von 120 Minuten aber schon praktisch kein Wunder mehr und einige Schauspieler sind auch nicht gerade die Idealbesetzung. Steve McQueen ist natürlich genial und auch seine sowohl Film- als auch Realfrau Ali MacGraw macht eine gute Figur. Weniger überzeugend dagegen Sally Struthers als blondes Dummchen und irgendwie hätte man sich diese Figur absolut schenken können, denn sie trägt nichts wirklich Nutzvolles zur Handlung bei.
Trotzdem ist The Getaway noch ein guter Film, der zu unterhalten weiß.
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