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The King of Kong PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
28.03.2010

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Mittlerweile merkt man an jeder Ecke, dass Videospiele salonfähig sind und fest in der Gesellschaft verankert. Ein Film wie The King of Kong zeigt das deutlich und zwar weniger durch sich selbst, als den Inhalt, den er präsentiert. Denn wer hätte schon jemals gedacht, dass Fernsehnachrichtensendungen über einen Weltrekord aufgestellt in einem Videospiel berichten würden? Früher wäre so etwas undenkbar. Bedenkt man dann noch, dass die Weltrekorde zu Spielen sind, die zu dem Zeitpunkt schon über 25 Jahre alt sind, ist das umso erstaunlicher. The King of Kong berichtet anfangs über Billy Mitchell. Ein Unternehmer, der eine Restaurantkette leitet und Barbecuesauce verkauft. Hinter dem Geschäftsmann mit den kitschig-patriotischen Krawatten und dem 80er Jahre Haarschnitt steckt aber auch der Video Game Player of the Century. Mitchell stellte in den 80ern einen Rekord in Donkey Kong auf, der jahrzehntelang nicht gebrochen wurde und war 1999 der erste Mensch der ein perfektes Spiel in Pac-Man schaffte. Was sogar für Aufsehen in den Mainstream-Medien sorgte. Bis 2006 hielt er auch den Rekord in Burger-Time.
The King of Kong führt uns in einer kleinen Rückblende auf diese Ereignisse ein und stellt dann die zweite wichtige Person dieses Films vor: Steve Wiebe. Dieser arbeitete bei Boeing, bis er entlassen wurde und fragte sich, was er mit seiner Freizeit so anfangen soll. Er begann Donkey Kong zu spielen, das Ziel war es, den von Billy Mitchell aufgestellten Rekord zu brechen.

Auch wenn sich The King of Kong als Dokumentation präsentiert, ist es doch eher ein Film. Zwar sind die Geschehnisse, rund um den Highscore, sowie die gezeigten Menschen real, aber selbst ohne das Hintergrundwissen, hat man den Eindruck, das hier eine klassische Underdog-Story verfolgt wurde, teilweise erinnert das ganze sogar an Pro-Wrestling, in dem Sinne, das Mitchell fortlaufend als feiger Bösewicht mit großer Klappe präsentiert wird, während Wiebe der Herausforderer ist, dem Steine in den Weg gelegt werden und der trotz seiner übertrieben wirkenden Donkey Kong Sucht der liebe Familienvater ist. Das zumindest, bis zu den Aufnahmen von dem Videotape, das zeigt, wie er den High-Score bricht. Von Billy Mitchells Privatleben erfährt man nur wenig und man sieht ihn auch nie wirklich spielen, stattdessen immer nur Behauptungen aufstellen und ein Videotape mit einem erneuten Weltrekord zu Twin Galaxies einschicken. Twin Galaxies ist nicht nur eine Spielhalle sondern auch die Organisation, welche offizielle Rekorde für Videospiele aufführt und Turniere abhält. Witzig an dieser Videobandgeschichte ist, das Wiebes Videoband nicht akzeptiert wird und er extra zu Twin Galaxies fliegt um vor Ort den High-Score zu spielen, während Billie Mitchells Videoband trotz Bildfehler akzeptiert wird. Während einem Event, bei dem Weltrekorde für das Guinness Book of Records gesammelt werden, sollen die beiden aufeinandertreffen.
Neben diesen beiden spielt auch noch Walter Day eine große Rolle in dem Film. Er ist Gründer von Twin Galaxies und agiert als Schiedsrichter bei den Videospielturnieren. Nebenbei erfährt man noch, dass er Musiker ist.

Als Film über die Jagd nach dem Highscore und dem Kill Screen in Donkey Kong, ist The King of Kong sehr unterhaltsam, aber man sollte eben nicht die charakterbezogenen Szenen der beiden Protagonisten zu ernst nehmen, da sie kaum der Realität entsprechen. Dies haben alle beteiligten Leute selbst bestätigt. Es wäre ja auch schlimm, wenn sich zwei erwachsene Menschen wegen eines High-Scores in einem mittlerweile fast 30 Jahre alten Spiel hassen würden…

Bewertung
8/10
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