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Michael Bay und Jerry Bruckheimer...verbindet man diese zwei Menschen, kommt meisten Müll raus. Hochglanzmüll, mit vielen Explosionen, hohem Budget, aber null Anspruch und beschissener Handlung. Bad Boys 1 und 2, Armageddon, Pearl Harbour. Man könnte es auch die Liste des Grauens nennen.
Die zweite Regiearbeit von Bay war 1996 The Rock. Man könnte es fast das Korn nennen, das blinde Hühner durch Zufall finden. Die Handlung mag auf den ersten Blick nach einer typischen „Terroristen nehmen Geiseln und bedrohen die USA mit Giftgas-Story“ aussehen. Doch in der Tiefe steckt mehr. General Hummel ist Marine und gar nicht erfreut darüber, wie mit den Familien von gefallenen Soldaten umgegangen will. Deshalb will er Geld vom Staat, das er an die Hinterbliebenen weitergibt. Was zuerst ein wenig an Robin Hood erinnert, ändert sich recht schnell, wenn man eben sieht, dass der General und seine Marines vor gar nichts zurückschrecken und selbst eigene Soldaten opfern, um dem Ziel näher zu kommen.
Die USA sind natürlich gar nicht scharf drauf, das Geld zu zahlen und auch die Geiseln wollen sie nicht opfern. Man holt Stanley Goodspeed, einen FBI Mitarbeiter und Experten in Sachen Gift und allem, was böse ist. Er soll mit einer Truppe Marines auf Alcatraz und die Terroristen überwältigen und das Gift entschärfen. Da man sich auf Alcatraz aber nicht so recht auskennt und auch nicht frei auf der Insel rumlaufen kann, gräbt man John Mason aus. Seinerzeit war er der einzige, der von The Rock flüchten konnte. Er soll das Team durch den Fluchttunnel führen.
The Rock ist spannend inszeniert, klar gibt es viele Actionszenen, zum Glück keine hektischen Schnitte, aber das alles wirkt schon wesentlich realistischer, als beispielsweise Armageddon. Die Action beginnt schon, als Mason flüchtet und eingefangen werden muss. Es ist ja schön, dass auch ein Actionfilm sich mal die Zeit nimmt, seinen Figuren ein wenig Tiefe zu verleihen. Auf der Insel wird das Ganze dann schnell zu einer Art Die Hard, denn es sollte ja jedem klar sein, dass die Marines nur Zielscheiben sind.
Alles konzentriert sich eben auf Goodspeed und Mason, sehr gelungen verkörpert von Nicholas Cage und Sean Connery. Über Connery muss man ja nicht mehr viel sagen, er ist eine Legende. Nicholas Cage ist auch sehr überzeugend und in dieser Rolle kann man sich wohl keinen besseren vorstellen. Der dritte große Name ist Ed Harris, der den zwiegespaltenen General Hummel gelungen darstellt. Dazu packt man noch einen guten Score von Hans Zimmer, der schön episch klingt und fertig ist ein gelungener, unterhaltsamer Actionfilm.
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