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The Towering Inferno PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.11.2008

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In den 70ern war das Genre Katastrophenfilm angesagt wie nie zuvor oder danach. Jede Menge Filme erschienen, die sich meist um Flugzeug- oder Schiffsunglücke drehten oder wie hier beim Towering Inferno um einen Wolkenkratzer.
The Towering Inferno entstand dabei mehr oder weniger aus der Not heraus, dass 20th Century Fox und Warner Brothers jeweils 2 Bücher rund um eine Wolkenkratzertragödie kauften. Da die Studios sich nun nicht gegenseitig die Besucher wegklauen wollten, arbeiteten sie kurzerhand zusammen. Vor allem dem Budget tat das gut und so kann dieser Film mit einer riesigen Anzahl bekannter Schauspieler aufwarten. Allen voran natürlich mit den beiden Filmlegenden Paul Newman und Steve McQueen.

Der Architekt Doug Roberts kommt rechtzeitig aus dem Urlaub zurück um die Einweihungsfeier seines neuesten Wolkenkratzers besuchen zu können. Dieses Haus stellt das größte je gebaute Haus dar und ist schon deshalb etwas besonderes. Viele Menschen wohnen dieser Feier bei, die sich schon bald in ein flammendes Inferno verwandelt. Es treten von Anfang an Probleme auf, die Doug untersucht und dabei feststellt, dass beim Bau wohl viel Geld eingespart und dafür die Sicherheit beiseite geschoben wurde. Schuld daran haben der Gebäudeeigentümer Jim Duncan und sein Sohn Roger Simmons, die auch gar nicht auf die Warnung hören, sondern mit der Feier weitermachen.
Als dann ein Kurzschluss einen Brand auslöst, wird die Feuerwehr nur widerwillig benachrichtigt, zu groß ist der befürchtete Imageverlust und so nimmt die Katastrophe ihren Lauf.

In den folgenden 2 Stunden erlebt man nun haufenweise Katastrophen. Feuer brechen aus, Explosionen finden statt und der Bodycount schießt schneller nach oben als bei Rambo.
Die Feuerwehr, angeführt von O’Hallorhan hat aufgrund der extremen Höhe des Gebäudes und der nicht vorhanden Sicherheitsvorkehrungen allerdings größte Probleme das Feuer, das sich zudem mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet, unter Kontrolle zu halten.

Sicher ist Towering Inferno kein anspruchsvoller Film und die Charaktere sind wahnsinnig klischeehaft, denn unsere beiden Hauptfiguren sind natürlich strahlende Helden, der Besitzer des Gebäudes am Ende ganz reumütig während der korrupte Sohn weiterhin böse und gemein bleibt und sein gerechtes Ende in einem Absturz findet. Dafür gibt es aber viele spannende Szenen und gute Special Effects. Einige Szenen sind auch recht überraschend, wie ein eingeschlossenes Paar, wo der Mann noch den Held spielt („Ich schaff die 100 Meter in 10 Sekunden und mithilfe dieses feuchten Handtuches auf meinem Kopf komm ich durch die Feuerwand“) und dann innerhalb von 2 Sekunden in Flammen aufgeht, wobei sich das Ganze einer gewissen Komik nicht entbehren kann. Ob das nun so gewollt war oder nicht, weiß ich nicht.
Auch der wagemutige Plan, am Ende große Wassercontainer zu sprengen ist sehr toll inszeniert. Darf man der Geschichte glauben, ließ sich Steve McQueen hier tatsächlich von 7000 Gallonen Wasser davon spülen.

Schauspielerisch gibt es nicht viel zu meckern. McQueen als Feuerwehrhauptmann gibt eine gute Figur ab und auch Paul Newman überzeugt. Dahinter finden sich viele weitere solide Darsteller und eben große Namen: William Holden, Faye Dunaway, Richard Chamberlain, Jennifer Jones, Robert Vaughn, Robert Wagner,  O.J. Simpson und Fred Astaire, der für seine Darbietung den Oscar erhielt.  

The Towering Inferno ist also ein insgesamt unterhaltsamer Film, der nur durch allzu klischeehafte Charaktere und eine etwas zu lange Laufzeit (165 Minuten) kritisiert werden kann.

Bewertung
8/10
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