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Und wieder mal ein Barbarentrashfilm aus den 80ern und natürlich produziert in Italien. Dieses Mal fungiert Tonino Ricci als Regisseur, den aber wohl auch niemand kennt. Thor ist der Sohn des Kunz, der heute ohne Hinz unterwegs ist, dafür aber gut kämpfen kann. Zumindest so halbwegs, als er sich mit seiner schwangeren Frau und einem Magier in den Wald verzog (Scheinbar darf man nur dort Kinder zur Welt bringen) wird er überfallen. Überfallen von einigen Gestalten, die aussehen als würden sie zur Kiss Army gehören und da Kunz selbst aussieht wie ein verlorenes Mitglied von Manowar, würde eigentlich nur noch passende Musik fehlen. "Kiss & Manowar in Barbaren aus dem Wald", das hätte doch mal was. Kunz stirbt, weil er von einem Fiesling ein paar Pfeile abkriegt. Wobei das sehr witzig ist, der erste Pfeil (direkt in den Rücken) sorgt nur für ein wohliges Grunzen, dann wird weitergekämpft, ehe der zweite Pfeil den Hals durchbohrt. Danach folgt ein wenig Gelaber und ein schneller Schnitt. Thor ist nun erwachsen und grunzt ebenfalls fleißig herum. Thors Aufgabe ist aber nicht nur die Rache an Kunz Mörder (Namens Gnut oder so) sondern er muss auch den "goldenen Samen" und ein Schwert finden. Man könnte sagen, es geht um Spiel, Spaß und Spannung. Thor metzelt so lustig rum, bis er eine Frau trifft, die warum auch immer an einen Stein gefesselt ist. Thors Mentor, der Magierfuzzi der den Kampf vom Anfang überlebte, treibt Thor direkt an zur Sache zu kommen. Das Ganze mit Sätzen, die heute politisch unkorrekt wären und sich so zusammenfassen lassen: "Sie ist dumm, hat aber einen geilen Körper also fick sie" - im Prinzip das, was jede Woche in einer beliebigen Disco abläuft. Danach fällt auf, dass Thor scheinbar unter Schizophrenie leidet, er redet ständig über sich in der dritten Person und kommt dabei sehr weinerlich über: "Nein, Thor will nicht gehen, Thor hat Frau, grunz". In einer späteren Szene steht Thor mal wieder im Wald, dieses Mal gibt's noch ein Stück Holzkulisse und ein grunziges Monster steht dreckig lachend im Weg. Thor guckt blöd, grunzt, guckt blöd und rennt schwertschwingend auf die Gestalt zu, die sich unsichtbar macht. Thor bleibt nichts anderes übrig als blöd zu gucken (Was der Darsteller exzellent macht). Das komische Etwas, samt fellüberzogener Axt taucht wieder auf und es kommt zum großen Grunz…äh, Kampf. Das passiert alles in den ersten 20 Minuten. Ihr merkt schon, es wird viel geboten und das ist erst der Anfang. Trashige Szenen gibt es hier zuhauf, es wird gegrunzt und gekämpft und gegrunzt und man darf feststellen, dass die Kleidung der Frauen mehr offenbaren als verdecken und Strohkörbe müssen als "Helme" herhalten. Es wurde nichts ausgelassen. Die Schauspieler möchte ich gar nicht als solche bezeichnen. Es ist schon fast ein Wunder, dass der Darsteller des Thor (Luigi Mezzanotte) in mehr als nur diesem Film mitspielen durfte. Aber auch der Rest passt sich dem nichtvorhandenen Niveau an und ist so richtig schön schlecht. Thor ist nicht nur ein unbesiegbarer, sondern auch ein trashiger Barbar. Recht debil und ziemlich dumm eignet sich der Film für Fans von Barbarentrash, aber dann am besten mit reichlich Alkohol. Ansonsten hinterlässt dieser Film mit Sicherheit bleibende Schäden.
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