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Tokyo Gore Police PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.02.2009

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Wahnsinn. Das gleiche Produktionsteam, welches schon The Machine Girl auf das Publikum los ließ, schiebt nun diesen Film nach. Es wird mal wieder kräftig geblutet, so viel ist sicher.
Dabei ist der Film sogar nur das Remake eines Independentfilms, welchen der Regisseur 1995 drehte: Anatomia Extinction, der seinerzeit sogar einen Filmpreis gewann.
Tokyo Gore Police hat aber natürlich schon ein wesentlich höheres Budget, auch wenn es wohl im Vergleich zu „richtigen“ Filmen immer noch recht niedrig sein dürfte.

Wie der Titel schon sagt, dient Tokyo mal wieder als Schauplatz. Etwas in der Zukunft kämpft hier die Polizei gegen eine Mutantenhorde, die „Engineers“ genannt werden. Ihr Anführer ist der Key Man und Ruka ist bei der Polizei die beste Jägerin.
Der Grundplot ist recht simpel, ihm wird allerdings durch einige Rückblenden einiges an Tiefe verliehen. Ruka musste mit ansehen wie ihr Vater ermordet wurde und da stecken wohl die Engineers dahinter. Zum Ende hin nimmt das Ganze aber noch eine interessante Wendung. Einige der Rückblenden werden mehrfach gezeigt. Wirklich interessant fand ich das Erzählen von Teilen der Handlung mit gezeichneten Comicbildern. Trotzdem hätte man hier etwas kürzen können. Mit gut 110 Minuten ist dieser Film (aus diesem Genre) doch recht lang. Manchmal ist (etwas) weniger eben mehr.

Zwischendrin gibt es natürlich reichlich Splatter. Schon in den ersten 10 Minuten gab es einige Tote und einige absurde Szenen. So schießt sich Ruka gekonnt per Bazooka ein Hochhaus hoch, um dort auf dem Dach gegen einen Engineer zu kämpfen, der zuvor schon einen Menschen umgebracht hat und einen Polizisten Bekanntschaft mit einer Kettensäge schließen lies. Die Polizei ist in diesem Film ein privates Unternehmen geworden und wird von einer überdrehten Moderatorin angetrieben, haben gegen die Engineers aber praktisch keine Chance.
Mit der Kettensäge einen Kopf abzuhacken ist noch recht konventionell und beinahe unspektakulär. Es kommt in jedem zweiten Splatterfilm vor. Aber so nach 20 Minuten dreht der Film dann richtig auf und man bekommt absolut bizarre Sachen zu sehen. So wandelt einer der Polizisten in eine Art Fetischclub. Neben den üblichen Frauen in Latex und Leder, sieht man auch noch ganz andere Dinge, wie eine Frau die zu einem Stuhl umoperiert wurde.
Auch die Engineers sind mitunter recht interessant, im Prinzip sind es Mutanten, die nicht nur nahezu unbesiegbar sind sondern auch Waffen als Körperteile besitzen. Unser Polizist im Fetischclub wird zu einem Engineer umgewandelt, nachdem ihm eine das Geschlechtsteil gekonnt abbiss. Der Key Man wandelt ihn um und ihr könnt euch ja nun denken, wo eine überdimensionale Kanone platziert ist (Sex Machine aus From Dusk Till Dawn ist ein Witz dagegen). Ein anderer, weiblicher Engineer hat statt der unteren Körperhälfte einen Alligatorkopf.  

Zwischen der Handlung und der Splatterei wurden noch einige Werbespots eingebaut. Das kennt man aus Robocop. Waren diese Spots schon bei Verhoevens Blechkopf recht witzig, setzt man hier noch einen drauf. So sieht man Werbung für die Polizei. Ein paar Kids spielen Fußball, ein Psychopath kommt an, schießt ein paar der Kinder tot, die Polizei sorgt für Recht und Ordnung und kickt dann mit den Kindern lustig den Kopf des Mörders hin und her. In einem anderen wird Nintendos Wii parodiert, was ebenfalls sehr gelungen ist.

Die meisten Schauspieler sind recht unbekannt. Eihi Shiina kennt man aus Miikes Odishon (Audition) und zumindest und Shun Sugata durfte auch schon in Hollywoodfilmen wie Kill Bill und Last Samurai auftreten. Es regiert natürlich das absolute Overacting, aber das gehört dazu.

Tokyo Gore Police ist nichts für Zartbesaitete, auch wenn es klar ein Fun-Splatter ist, gibt es doch einige recht krasse Szenen und mit Nahaufnahmen wird auch nicht gespart. Nicht alle Splatterszenen sind auch lustig, etwa am Ende als jemand mit Seilen an 4 Autos gebunden und dann auseinander gerissen wird.
Richtig gut unterhalten konnte mich der Film aber auf jeden Fall. Ich hatte meinen Spaß und etwas Tiefgang gab es durch die Handlung und die satirischen Spots auch noch. Was will man mehr?

Bewertung
8,5/10
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