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Bei vielen Actionfilmen der 80er, die in den USA entstanden, hat man doch öfter mal das Gefühl, dass sie nichts weiter als Werbung für die Armee sein sollen. Egal ob nun Rambo (ab Teil 2) oder Missing in Action oder eben Top Gun. Wobei dieser Film wohl noch am offensichtlichsten aufzeigt, das dem (möglichst jugendlichen) Zuschauer die Air Force schmackhaft gemacht werden soll. Eine wirkliche Handlung ist hier mal wieder kaum vorhanden. Stattdessen wird so ziemlich jedes Klischee ausgepackt, das man finden konnte. Pete Mitchell hält sich selbst für einen tollen Piloten und ist natürlich auch einer, sein Spitzname Maverick zeigt aber schon, dass er nicht immer ganz Regelform über den Wolken fliegt. Von seinem eigentlichen Stützpunkt, der USS Enterprise, wird er mal schnell zu einer Flugschule entsandt, wo sich die besten Flieger der Air Force zusammenfinden. Hier eckt er natürlich sehr schnell mit Vorgesetzten und vermeintlichen Kollegen an. Was darf bei solch einem Film nicht fehlen? Na klar: Die Love Story, auch die hat man eingepackt, ebenso wie einen ganz besonders tragischen Tod. Nein, die Handlung ist weder originell noch spannend, läuft sie doch eher strikt nach Schema F ab und ist insgesamt doch arg vorhersehbar. Was der Film dafür zu bieten hat, sind tolle Flugszenen. Auch wenn es nicht wirklich in den Krieg geht und die meisten Szenen nur Übungsflüge sind, ist das ganze doch sehr actionreich und unterhaltsam inszeniert. Richtig schlecht dagegen ist eben das drumherum. Wobei man hier großen Spaß haben kann, wenn man sich nicht mehr ganz nüchtern auf Fehlersuche begibt. So darf man Maverick & Co. bei einer Beach Volleyball Runde zusehen. Dass Mitchell dann aber ohne zu duschen von dort direkt zu einem Rendezvous fährt sorgt hoffentlich nicht nur bei mir für ein Grinsen. Vor allem, weil er dann bei der Tussi einläuft und erstmal fragt ob er mal duschen darf. Man merkt an solchen Stellen, dass dieses Drehbuch nur von einem Mann zusammengestellt worden sein kann. Richtig bekannt ist Top Gun natürlich auch wegen der Musik geworden. Highway to the Danger Zone und Take my Breath away wurden Klassiker der 80er und auch der restliche Score von Harold Faltermeyer ist gelungen. Viele bekannte Namen finden sich auch unter den Darstellern. Tom Cruise wurde durch diesen Film natürlich zum Star. Ebenso findet man Val Kilmer, Michael Ironside, Anthony Edwards, Kelly McGillis, Meg Ryan und James Tolkan (Der doch wirklich immer nur Cops, Lehrer oder Armypersonal spielte...) wieder. Die Schauspielerleistung kann man nicht wirklich gut bewerten, da nicht viel Leistung erfordert wird (Kilmers einzige Aufgabe scheint es zu sein, ständig Kaugummikauend in die Kamera zu grinsen) und die „Handlungsszenen“ wirken doch immer recht aufgesetzt und plump, vor allem die „Liebesszene“ zwischen Cruise und McGillis. Top Gun ist am Ende ein Film der nicht richtig überzeugt, die Handlung ist einfach zu vorhersehbar, der ganze Film wirkt nicht wirklich spannend und trotzdem kann man sich das ganze recht gut ansehen. Die Flugszenen sind das Highlight ansonsten bleibt zu sagen, dass die wie immer beschissene deutsche Synchro noch etwas mehr zum Spaß beitragen kann.
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