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In den 80ern ging es so langsam bergab mit dem wohl größten Filmduo der 70er: Bud Spencer und Terence Hill. Damals waren sie eine Macht, stellten Besucherrekorde auf (Vier Fäuste für ein Hallelujah ist tatsächlich der dritt oder vierterfolgreichste Film im deutschen Kino – aller Zeiten) und waren so große Stars, das Hollywood sogar Kopien hervor brachte.
Trotzdem machten die beiden noch kurzzeitig weiter. Vier Fäuste gegen Rio war der vorletzte Film in den 80ern und insgesamt der drittletzte, auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass man sich Troublemaker gleich komplett hätte sparen können. Auch einzeln war den beiden in der Zeit kein großer Erfolg mehr beschert, dafür viel Müll wie We are Angels oder Virtual Weapon. Dafür darf man sie hier mal ganz ausgefallen in Doppelrollen bewundern.
Es geht um die beiden Millionäre Sebastiano und Antonio Coimbra, die ebenso reich wie dämlich sind und, wie sich das für Millionäre gehört, sich immer in großer Gefahr vor den Ganoven dieser Welt befinden. Aus dem Grund beauftragen sie eine Agentur Doppelgänger zu finden die in Rio verweilen, während die beide in den USA ein paar Geschäfte abwickeln. Die Doppelgänger findet man in Form des Stuntman Elliot Vance und dem Jazz Musiker Greg Wonder, die den Auftrag natürlich annehmen nachdem sie erfahren dass jeder dafür eine Million Dollar bekommt. Natürlich unterscheiden sich die zwei Paare extrem. Die Millionäre sind tuntig wirkende Feiglinge, die Doppelgänger dagegen genau das, was man von Spencer und Hill erwartet. Haudrauftypen ohne Niveau, was sich schon bei der ersten großen Fressszene der vier direkt zeigt.
Das lustigste ist natürlich, zu sehen wie die Belegschaft der Millionäre auf die Doppelgänger reagiert, die eben so ganz anders sind und das „Tagesprogramm“ äußert langweilig finden. Plötzlich wollen die Millionäre Auto fahren und lassen erstmal den Rolls Royce tunen. Statt zu einem Harfenkonzert („Harfe, das ist ein Gartenzaun wo man reingrabscht“) geht es zum Bohnenessen in eine billige Kaschemme und die platonische Beziehung zwischen Sebastiano und einer Frau wird natürlich sofort in eine richtige umgewandelt. Ansonsten wird all das geboten, was man von einem guten Spencer/Hill Film erwartet: Fressszenen, Schlägereien, dumme Sprüche. Die Schlägereien fallen zwar etwas knapp aus, eigentlich gibt es nur zwei größere, aber vor allem die letzte, wo alle 4 Protagonisten dabei sind, ist sehr witzig ausgefallen und eines der großen Highlights des Films. Die beiden waren da eben auch schon etwas älter und irgendwie merkt man das einfach.
Die Handlung dagegen, die beiden Millionäre werden von einem bösen Schurken erpresst, endet zwar mit einer Überraschung aber die ist so sehr an den Haaren herbeigezogen, das es schon irgendwie fast ein wenig weh tut. Nun ja, die Handlung war bei den Filmen der beiden ja noch nie wirklich das wichtigste.
Vier Fäuste gegen Rio ist auf jeden Fall noch mal ein richtig unterhaltsamer Streifen, der zwar nicht so spritzig ist wie die Streifen aus den 70ern aber auf jeden Fall seine Stärken hat und noch dazu mit netter Musik aufwarten kann.
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