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Nachdem Takeshi Kitanos Filmkarriere erst Anfang der 80er so richtig startete, gab er 1989 sein Regiedebüt. Wenn auch etwas unfreiwillig. Violent Cop bzw. Sono otoko, kyōbō ni tsuki was soviel wie „That Man, being violent” bedeutet, sollte ursprünglich eine Komödie werden. Dann fiel allerdings der ursprüngliche Regisseur (Kinji Fukasaku) aus und Kitano übernahm. Als erstes schrieb er das komplette Drehbuch um und heraus kam Violent Cop, der seinen Titel zu Recht trägt.
Zusammenfassen könnte man es wohl in etwa als „Der härtere Dirty Harry“. Klar, immer wenn es um einen Polizist geht, der hart vorgeht denkt man an Clint Eastwoods Rolle. Allerdings ist Azuma wesentlich härter. Am Anfang des Films sieht man eine Gruppe Jugendlicher einen Obdachlosen zusammenschlagen (Es erinnert ein wenig an Clockwork Orange) Azuma beobachtet das, folgt einem der Jugendlichen nach Hause und verprügelt ihn dort. Am nächsten Tag stellen sich die Jugendlichen von selbst der Polizei. Ein anderer Krimineller wird einfach überfahren. Azumas Desillusioniertheit und Brutalität nimmt noch mehr zu, als er erfährt, dass sein Kollege Iwaki heimlich beschlagnahmte Drogen verkauft.
Man merkt Violent Cop direkt an, dass es Kitanos erster Film ist. Zwar zeigt er schon hier seinen Stil, allerdings ist das alles noch nicht so gut ausgearbeitet wie bei späteren Werken (Brother, Hana-Bi, Dolls) Der Film wirkt mitunter ein wenig holprig, vor allem in der Handlung, kann aber trotzdem unterhalten und schockiert vor allem durch die Gewaltdarstellung. Diese ist nicht übertrieben, sondern realistisch. Vor allem Schlägereien werden sehr realistisch inszeniert. In einer Szene stellt Azuma einen der Gangster. Dieser bedroht ihn mit einer Pistole, die Azuma weg schlagen kann, allerdings geht sie trotzdem los und erschießt eine anwesende Passantin, die mit der ganzen Sache nichts zu tun hat. Das wirkt schockierend, da es plötzlich und unerwartet passiert und der Film, ohne auf das Opfer einzugehen weiterläuft. Dialoge werden sparsam eingesetzt, genauso wie Musik, was dem Film einen sehr fremd wirkenden Touch verleiht. Die Handlung endet letztlich damit, dass die Gangster die Schwester Azumas entführen, sie unter Drogen stellen und vergewaltigen. Natürlich kommt ihnen Azuma auf die Spur und das Ende muss man einfach gesehen haben…
Takeshi Kitano spielt die Rolle sehr genial, aber er überzeugt ja vor allem in diesen Rollen wo er hart und kaltblütig vorgehen darf, wenig sprechen muss und keinerlei Gefühle zeigt. Wahrscheinlich, weil es ganz im Gegensatz zu seinem Komikercharakter Beat Takeshi ist.
Violent Cop ist insgesamt durchaus unterhaltsam, wenn auch einige Ecken und Kanten bleiben und der Film leider auch unter einer sehr schlechten Synchronisation leidet. Egal ob deutsch oder englisch, ob Sprache oder Untertitel, es ist alles gleichermaßen grausam. Glücklich darf sich der schätzen, der japanisch beherrscht.
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