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War of the Worlds PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
30.08.2008

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Bereits 1898 schrieb H.G. Wells War of the Worlds. Größte Berühmtheit erlangte die Geschichte das erste Mal 1938, als Orson Welles das Ganze als eine Art Hörspiel für das Radio produzierte und eine Massenpanik unter den Zuhörern auslöste. 1953 erfolgte die erste Verfilmung, um die es hier geht.

Der Film ist dabei keine getreue Verfilmung. Der Handlungsort wurde von London in ein kleines Kaff irgendwo in Kalifornien verlegt und es spielt natürlich in den 50ern.
Die bösen Marsianer treffen erstmal mit einem Raumschiff ein, das als großer Feuerball vom Himmel fällt und so natürlich für Aufsehen sorgt. Die Stadtbewohner bewegen sich an die Absturzstelle und finden eine glühende Kugel vor, sie beschließen zu warten. Später öffnet sich die Raumkapsel und die Alieninvasion startet.
Die Handlung kennt wahrscheinlich schon jeder. Die Aliens machen Krach, das Militär rückt an und es beginnt eine effektvolle Zerstörungsorgie.
Besonders erwähnenswert ist das Design der Raumschiffe, welche nicht dem üblichen „Fliegende Untertasse“-Klischee entsprechen sondern eher Mantas nachempfunden sind und schon recht bedrohlich aussehen. Der Film baut hier einen guten Spannungsbogen auf, denn mehr als die Raumschiffe sieht man lange Zeit nicht.
Die eigentlichen Aliens tauchen erst sehr spät auf und werden natürlich nur sehr sparsam gezeigt.
Gegen Ende entfernt sich der Film immer stärker von der Buchvorlage. Die Tripods tauchen zu keiner Sekunde auf, was daran lag, dass die Tricktechnik damals noch nicht so weit war. Die Aliens sind keine oktopusartigen Wesen, sondern sehen aus wie kleine braune Monster. Auch der satirische Unterton auf die Gesellschaft entfällt – und stattdessen rückt eine kräftige Ladung Religion an deren Stelle. So taucht am Anfang noch ein Priester auf, der mit den Invasoren kommunizieren will und dabei Bibelverse zitiert. Er wird zu Staub verwandelt.
Am Ende sterben die Aliens kurz nachdem sie eine Kirche zerstören und als sie tot sind, will uns eine Stimme aus dem Off weismachen, dass das alles nur Gottes Verdienst war, der ja in weiser Voraussicht alle möglichen Baktieren, Keime und anderen Dreck in der Luft verteilt hat, an die sich der Mensch angepasst hat aber eben nicht die Außerirdischen.
Mich nervt dieser Religionstick einfach.

Spaß macht der Film trotzdem.. Man findet einen netten kleinen Actionfilm, in dem ordentlich was explodiert und abbrennt. Auch wenn das Ganze aus heutiger Sicht natürlich recht veraltet wirkt und alles reichlich naiv daherkommt. Etwa, wenn die Atombombe explodiert und ein paar Meter weiter sitzen alle Menschen schutzlos zusehend dabei und freuen sich auch noch drüber.

Schlussendlich aber ist man mit dem Buch wohl deutlich besser beraten, wenn man den „wirklichen“ Krieg der Welten erleben will.

Bewertung
6,5/10
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