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Geschrieben von ShadowAngel   
16.01.2008

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Heute geht es mal in die Abteilung 80er Jahre Trash aus Deutschland. Die deutsche Filmwelt der 80er bestand ja im Prinzip nur aus Erotikfilmchen und schlechten Komödien, man denke an „Gib Gas – Ich will Spaß“. Was in den 80ern auch angesagt war und schon in den 70ern anfing, war dieser komische Bayernwahn. Komödien und Pornofilmchen waren plötzlich in Bayern angesiedelt, wohlgemerkt in einem äußerst klischeehaften Bayern.
Auch Xaver (Mit einem ständig wechselnden Untertitel von „und sein außerirdischer Freund“ bis zu „- Mein außerirdischer Freund“) zeigt schon am Titel allein, dass es wieder nach Bayern geht. Aber nicht ins richtige Bayern sondern eher in den schwäbischen Anhang, genauer gesagt in Mittelneufnach, das ist im Augsburger Landkreis. Trotzdem sprechen alle dort bayrisch, was recht merkwürdig wirkt, die Schwaben haben von Bayrisch  (und von Bier und allem anderen auch) ja keine Ahnung.

Xaver ist so eine Art Dorfdepp, jedenfalls wird er von allen nur herumgestoßen, nicht ernst genommen und ist auch sonst eine arme Sau. Immerhin wird er aber in die örtliche Dorfdisco gelassen wo grad alle kräftig am kiffen sind. Unterbrochen wird diese lustige Illegalität von einem Schlägertrupp der einfach mal reinstürmt und den Laden anzündet. Bevor Xaver flieht kann er die Identität des Anführers der Truppe rauskriegen, aber diese tut natürlich alles um Xaver als den Brandstifter anzuzetteln. Der flüchtet in den Wald, landet bei einem abgestürzten Ufo und natürlich ein kleiner Außerirdischer. Xaver nimmt diesen erst mal mit und der Spaß beginnt. Zwischen Bier und der Flucht vor der Schlägertruppe muss nämlich auch noch das Raumschiff repariert werden.

Xaver ist wohl schon rein recht einzigartiger Film. Schon allein wegen dem Setting, der Tatsache das man sich recht stark von E.T. inspirieren lies und der großen Zahl an dummen Sprüchen. Der Kultstatus des Films ist vor allem in Bayern riesig, so wurden schon zwei „Xaverfeste“ abgehalten und völlig unüblich erschien der Film nicht nur auf DVD, sondern auch als Special Edition mit 2 DVDs, welche andere deutsche Trashproduktion der 80er hat das noch geschafft?

Und lustige Szenen gibt es zuhauf. Der Außerirdische wird einfach mal Alois genannt und in eine Lederhose gepackt. Schon bald entdeckt er seine Liebe für Bier (Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob Hasen-Bräu wirklich Bier ist. Ich seh das nicht so), das er wegtrinkt als wäre es Wasser. Im Gegensatz zu den anderen Filmen wird das bayrische Leben hier auch nicht verarscht sondern es ist einfach da und es wirkt eher wie eine Hommage.
Natürlich darf man abseits des ganzen Spaßes nicht viel erwarten. Der Film ist eine absolute Low-Budget Produktion. So ist das Ufo eben eine BMW Isetta mit angeklebten Flügeln der Rest wurde eben in einem Dorf gedreht, größter Special Effect ist ein kleines Heufeuer. Auch die Schauspieler sind eher unbekannt, die meisten auch eher schlecht aber das fällt gar nicht mal negativ auf sondern passt irgendwie dazu.
Viel mehr stört der arge Leerlauf der sich immer mal wieder einstellt. Leider schafft es der Film nicht über seine gesamte Laufzeit gleich bleibend lustig zu sein sondern verliert vor allem in der Mitte an Tempo. Langweilig wird der Film dabei zu keiner Zeit, aber es ist eben auch kein Film, bei dem man vor Lachen am Boden liegt was schon ein wenig schade ist.

Xaver ist trotzdem ganz sehenswert weil er unterhält und diesen niedlichen Trashcharme besitzt.

Bewertung
7/10
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