Home arrow Spiele arrow Nintendo arrow Gameboy arrow Fortress of Fear 22 Februar 2012  
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Fortress of Fear PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
04.12.2011

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Habt Angst, denn jetzt geht es in die Festung der Furcht.
Man kommt natürlich erst mal nicht darum, sich zu fragen, wofür das X steht. Auf dem Titelbildschirm steht dann „Chapter X“ aber man fragt sich, wo die anderen Teile geblieben sind. Auf dem NES erschienen zwischen 1987 und 1993 3 Wizards & Warriors Spiele erschienen, welche die Kapitel 1-3 umfassen. Der Rest wurde wohl im Staub der Zeit vergessen.

Fortress of Fear erschien im Januar 1990 auf dem damals neu erschienenen Game Boy.
Storytechnisch befinden wir uns 17 Jahre nach dem Ereignissen in IronSword: Wizards of Warriors II. Der Held Kuros konnte seinen Erzfeind Malkil besiegen, aber nun ist er scheinbar wieder aufgetaucht und hat erstmal ganz klischeehaft eine Prinzessin entführt.
Kalil macht sich natürlich sofort auf zur Rettung.

Um mal einen Filmtitel zu benutzen, die Festung hat gar 3 Gesichter der Furcht. Das erste wäre die extrem nervtötende Dudelmusik die aus dem Lautsprecher des Game Boys quäkt.  
Mutig wandern wir, trotz der Musik,  nach rechts und treffen auf eine Fledermaus die schnell dem Schwert zum Opfer fällt.
Das zweite Gesicht der Furcht zeigt sich hier: Die Steuerung.
Während man springt, kann man nicht angreifen, so passiert es schon mal, das man hilflos gegen einen Fisch (trotz Rüstung nimmt unserer furchtloser Held Schaden bei Kontakt mit einem Fisch!) springt oder nach einem Sprung auf einer Schlange landet und viel Schaden nimmt. Auch die Sprungsteuerung insgesamt ist nicht so wirklich gelungen, sie wirkt etwas hakelig und Sprünge müssen perfekt getimed werden, sonst fällt man in den Abgrund oder verfehlt halbwegs eine Plattform, da auch es auch einige Clipping-Probleme gibt.
Tja und das dritte zum fürchten ist der Schwierigkeitsgrad. Dank der Steuerung hat man schon ein paar Probleme, aber dann wird man auch noch von unzähligen Gegnern, Kanonenkugeln oder Flamen, Pfeilen und anderen Bösartigkeiten attackiert. Zwar kann man die Levels auswendig lernen und weiß, wann welcher Gegner wo auftaucht, aber ein Fehler reicht und man verliert bei Feindberührung eine ganze Menge Energie. Man hat nur 3 Leben und kein Continue.

Haben wir uns mit diesen 3 Dingen zum Fürchten abgefunden, stürmen wir die Festung. Das Leveldesign entspricht dem typischen 2D Jump n‘ Run Standard mit vielen Abgründen, bewegenden Plattformen und Sprungeinlagen. Es ist weder innovativ noch sonderlich abwechslungsreich.
Auf dem Weg zum Endgegner sammelt man Diamanten ein, die nichts bringen und Schlüssel. Mit diesen kann man Schatzkisten enthalten. Das dumme ist, das man jeden Schlüssel nur einmal verwenden kann, es aber viel mehr Truhen in den Levels gibt. Manche enthalten nur unnötige weitere Diamanten, während andere wichtige Ausrüstungsgegenstände wie Stiefel zum weiter springen oder ein Schutzschild enthalten. Hat man dann einen Schlüssel an eine Truhe verschwendet, in der nur Diamanten liegen und muss dann an der nächsten Truhe vorbei, die einen hilfreichen Gegenstand enthält, ärgert man sich.
Insgesamt gibt es 5 Kapitel mit mehreren Levels und den obligatorischen Bosskämpfen . Beherrscht man das Spiel, kann man es in weit weniger als einer Stunde durchspielen, aber dank dem Schwierigkeitsgrad und der Steuerung wird man bei den ersten Spielversuchen wohl eher entnervt den Game Boy durch die Gegend werfen.

Die Grafik ist für ein Game Boy Spiel in Ordnung. Es gibt ein paar Details in den Levelhintergründen und die Animationen sind halbwegs in Ordnung. Auf dem originalen Game Boy hat man allerdings das Problem, dass das Bild mitunter schon etwas arg stark verwischt bei schnellen Bewegungen.
Zur fürchterlichen Musik ist schon alles gesagt, die Soundeffekte sind kaum besser. Den Sound stellt man am besten ab, auch wenn man dann nicht mehr erfährt ob man Gegner trifft. Visualisiert wird das nämlich nicht.

Wizards & Warriors X: Fortress of Fear ist so ein typischer früher Game Boy Titel von Rare und die haben in den ersten 3 Jahren auf diesem System fast nur Müll veröffentlicht. Damals hat das Spiel wohl nahezu jeder Game Boy Besitzer besessen, weil es in den ersten 2 Jahren noch recht wenige Spiele gab und dann wohl auch oft gespielt – aber heutzutage gibt es keinen Grund mehr, sich in dieser Festung zu gruseln.

Publisher: Acclaim
Developer: Rare
Erscheinungsjahr: 1990
Erschienen für: Game Boy
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Hoch

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Grafik6,5/10  Spielspass
Sound4/10
4/10
Gameplay 4/10
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