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3DO Interactive Multiplayer PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
06.05.2006

1982 gründete ein Trip Hawkins eine Firma, die 20 Jahre später der größte Spielepublisher der Welt sein würde: Electronic Arts. 1991 blieb Trip zwar Chairman bei EA, gründete aber gleichzeitig ein neues Unternehmen mit dem Namen The 3DO Company. Während die meisten Unternehmen eine Spielkonsole selbst entwickeln und veröffentlichen, ging 3DO einen eigenen Weg. Man entwickelte zwar eine Konsole, die sollte aber lediglich die technischen Spezifikationen aufzeigen. Herausbringen durfte die Konsole dann jeder, der sie von 3DO lizenzierte, ein System das praktisch mit Videorekordern oder CD-Playern verglichen werden kann. Pro verkaufter Konsole musste einen geringer Lizenzbetrag an 3DO abgeführt werden.

Technisch war das 3DO absolute Spitzenklasse und sollte später mit dem Jaguar konkurrieren, sowohl das Mega Drive als auch das SNES hatten diesbezüglich absolut nichts entgegenzusetzen. Als Datenträger verwendete man CDs und im Gegensatz zu den anderen Konsolen gab es weder einen Kopierschutz noch eine regionale Begrenzung. Gegen Ende 1993 veröffentlichte Panasonic das erste 3DO mit der Bezeichnung FZ-1. Bei einem unglaublichen Einführungspreis von 700$ bleib der große Erfolg allerdings aus. Bis Mitte 1994 brachten noch andere Unternehmen wie Sanyo oder Goldstar eigene Versionen heraus. Diese waren technisch waren identisch aber sie wiesen einige zusätzliche Fähigkeiten auf.

Einige andere Hersteller wie Samsung oder Toshiba arbeiteten auch an eigenen Versionen, allerdings zeichnete sich bereits Ende 1994 ab, dass der Konsole kein großer Erfolg beschienen sein würde. Zwar wurden die Preise teilweise drastisch gesenkt, aber das Spieleangebot war einfach zu gering und qualitativ eher durchschnittlich. Schlussendlich muss man beachten, das der Videospielemarkt 1994 absolut überfüllt war. Neben den immer noch erfolgreichen alten Konsolen Mega Drive, SNES und Neo Geo hatten auch Atari, Commodore, Philips Geräte auf dem Markt. Ende des Jahres erschien dann bereits die Playstation. Das waren zu viele Konsolen für einen damals noch zu kleinen Markt. Anfang 1996 wurde das 3DO offiziell für tot erklärt. Der Support wurde eingestellt.

Zu jener Zeit entwickelte man trotzdem noch einen Nachfolger, diesen verkaufte man an Matsushita Electronics (Panasonic/Technics). Das M2 betitelte Gerät sollte Mitte 1996 veröffentlicht werden, aufgrund des großen Erfolges der Playstation sah man keine Chance und stellte das Projekt ein. Dies geschah so kurz vor dem offiziellen Release, das sogar schon Werbeflyer veröffentlicht wurden.

The 3DO Company wandelte sich daraufhin zum Spiele Entwickler und brachte bis zu ihrem Bankrott im Mai 2003 einige bekannte Spielereihen wie die Army Man oder Heroes of Might & Magic (HOMM abgekürzt) heraus.

 

3DO – Die Modelle

Panasonic FZ-1 – Wurde in Nordamerika, Europa und weiten Teilen Asiens veröffentlicht und ist das meistverbreitete 3DO. Wenig später brachte Panasonic eine überarbeitete Fassung mit der Bezeichnung FZ-10 heraus. Diese war wesentlich günstiger und hatte einen eingebauten SRAM Manager.
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Goldstar 3DO – Veröffentlicht in den USA, Europa und Korea. Gegenüber dem Gerät von Panasonic kam es mit einem vergleichsweise niedrigen Preis von 399$ in die Läden. Neben dem FZ-1(10) ist es die bekannteste und meistverbreitete Version. Einige Zeit später brachte man das 3DO Alive II exklusiv in Korea auf den Markt.
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Sanyo – Veröffentlichte ein Gerät das lediglich in Japan verkauft wurde
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Scientific-Atlanta – Wollte das 3DO als Set-Top Cable Box im Westen der USA veröffentlichen. Ob dies tatsächlich geschah ist unbekannt

Creative Labs – Der bekannte Soundkartenhersteller brachte den 3DO-Blaster heraus. Auf einer ISA-Karte befand sich ein komplettes 3DO das man in den PC einbauen konnte. Da sich auf der Karte ein komplettes 3DO befand, benötigte man lediglich mindestens einen 386er mit 25 MHz und 4MB Ram. Problematisch war lediglich das Laufwerk. Lediglich ein CD-Rom von Creative selber, war in der Lage die Datenträger des 3DO richtig abzuspielen. Dieses war nur schwer aufzutreiben und recht teuer. Heute zählt der 3DO-Blaster zur seltensten PC Hardware überhaupt.

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Samsung – Samsung wollte ein 3DO veröffentlichen, das auch in der Lage war MPEG abzuspielen. Aufgrund des abzeichnendes Misserfolges der Konsole wurde dies allerdings eingestellt.

Toshiba – In der Planung befand sich ein Navigationsgerät für das Auto, das auf der Technik des 3DO basieren sollte. Auch dieses wurde nie veröffentlicht.

AT&T – Der amerikanische Telekommunikationshersteller wollte ein 3DO mit eingebautem Modem veröffentlichen. Dieses kam ebenfalls nie über den Prototypstatus heraus. Kurz darauf zog sich AT&T auch komplett aus dem Videospielebereich zurück.
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Atari, Electronic Arts und American Laser Games verwendeten die Technik des 3DO in einigen wenigen Spielautomaten

 

Technische Details:

CPU:

• 32-Bit RISC Prozessor mit 12.5 MHz

• Mathematischer Co-Prozessor

• 32kB SRAM Ram:

• Main Ram: 2 MB

• Video Ram: 1 MB Grafik:

• Zwei Prozessoren mit je 25 MHz

• Maximale Auflösung: 640x480

• Maximal 16,7 Millionen Farben

• 9-16 Millionen Pixel pro Sekunde Sound:

• 16-Bit DSP

• 44,1 kHz Sampling Rate

• Unterstützt Dolby Surround

 

Letzte Aktualisierung ( 21.12.2008 )
 
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