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Mit Coleco betrat Mitte der 70er ein eher ungewöhnlicher Hersteller die Videospielewelt. Ursprünglich war die Connecticut Leather Company nämlich, wie es der Name schon sagt, ein Hersteller für Lederwaren. Angetrieben durch den riesigen Erfolg von Pong und dem Aufkommen der ersten Konsolen, strömten aber mehr und mehr Hersteller in diesen Markt. Im August 1982 veröffentlichte Coleco dann ihr ColecoVision zu einem damals recht günstigen Preis von 175$. CBS übernahm den Vertrieb in Europa. Die direkten Konkurrenten waren das VCS 2600 von Atari und das Intellivision von Mattel. Obwohl das VCS 2600 schon einige Jahre auf dem Markt war und dementsprechend gute Verkaufszahlen vorweisen konnte, zog das ColecoVision schnell nach, was praktisch nur an einem einzigen Spiel lag: Donkey Kong, welches es exklusiv für diese Konsole gab.
Technisch war die Konsole allen anderen damals recht stark überlegen. Vor allem grafisch dominierte man den Markt. Berühmt ist auch die 12 Sekunden Verzögerung, bevor ein Spiel gestartet wird. Dieser wurde durch einen Loop im Bios hervorgerufen. Einige Hersteller wie Parker Brothers oder Activision veröffentlichten ihre Spiele mit einem Befehl der diesen Loop umging. Durch die technische Überlegenheit bekam Coleco auch großartige Unterstützung aus der Industrie. Namhafte Hersteller wie Sega und Konami veröffentlichten viele Arcadekonvertierungen. Einer der größten Hersteller der damaligen Zeit, mit den zwei größten Arcadehits fehlte aber: Namco. Space Invaders und Pac Man waren auf dem VCS 2600 aber nicht auf dem ColecoVision erhältlich. Das führte zu einem geradezu abenteuerlichen Plan von Coleco: Man baute das VCS 2600 nach, entfernte aber das Netzteil und verkaufte das ganze als Expansion Module. So konnte man problemlos die Spiele des VCS 2600 und damit auch Space Invaders, auf dem ColecoVision spielen. Atari war von der ganzen Sache natürlich gar nicht begeistert und zog vor Gericht, wo sie spektakulär verloren haben. Später folgten noch die Expansion Module 2 (Ein Lenkrad für Spiele wie Destructor) und das Expansion Module 3, welches im Sommer 1983 veröffentlicht wurde und die Konsole in einen vollwertigen Computer verwandelte. Als Basissystem nahm man dafür den Coleco Adam. Ein Heimcomputer, der sehr schnell zu einem Flop wurde und den Hersteller fast zum Bankrott führte. Danach wollte Coleco noch ein Modul veröffentlichen, mit dem man die Spiele des Intellivision spielen konnte. Diesen Plan ließ man aber wieder fallen. Generell war Coleco zur damaligen Zeit bekannt dafür, viele Spiele oder Hardware anzukündigen und sie dann einfach nicht zu veröffentlichen. Insgesamt 50 Spiele hat man durch große Anzeigen in Magazine beworben und auf die Veröffentlichung wartet man noch heute. Im Jahr 1983 konnte man dann verkünden, dass man 1 Million Geräte weltweit verkauft hatte. Zur damaligen Zeit war das in einem so kurzen Zeitraum sehr viel. Aber 1983 war auch das Jahr des großen Videospielecrash, der dafür sorgte, dass innerhalb kürzester Zeit die Verkaufszahlen drastisch sanken. Das führte auch zu einem immer geringer werdenden Support seitens der Hersteller und so wurde der Vertrieb der Konsole bereits Anfang 1984 wieder eingestellt. Insgesamt konnte man, auch trotz des Crashs, rund 6 Millionen Einheiten verkaufen, eine enorme Zahl und man kann davon ausgehen, dass, wenn der Videospielecrash nicht passiert wäre, das ColecoVision vermutlich die absolut dominierende Konsole geworden wäre. So ist die Konsole wohl heutzutage eher in die Rubrik Kult einzuordnen, da sie gerade in Europa doch arg unbekannt ist. Einen Platz in der Geschichte hat sie sich aber dennoch verdient und das schon allein, weil es die erste Konsole war, die man erweitern konnte und es auch die erste war, auf der man Spiele anderer Konsolen spielen konnte. 1986 kam das ColecoVision dann aber wieder zurück auf den Markt: In Form des Dina entwickelt von BitCorp., welches ein Hybrid aus ColecoVision und dem Sega SG-1000 war. In den USA kam das Gerät unter der Bezeichnung Telegames Personal Arcade, vertrieben von Telegames in den Handel Dieses Gerät war recht günstig und demzufolge auch billig zusammengearbeitet. Der größte Ärger waren aber der fehlende Expansion Slot, was dazu führt, dass man die Expansion Module nicht benutzen kann. Dieses wiederum sorgt auch dafür, dass einige Spiele inkompatibel sind. Das Dina ist heutzutage aber ein recht großes Sammlerobjekt, da es einerseits kein großer Verkaufshit war und andererseits ein Tornado das Lager von Telegames Anfang der 90er traf und alle Ersatzteile und übrig gebliebenen Konsolen zerstörte. Technische Daten: CPU: Grafik:
- Texas Instruments TMS9928A (NTSC) / TMS9929A (PAL)
- maximale Auflösung: 256x192
- 32 Sprites
- 16 Farben
Sound:
- Texas Instruments SN76489A
- 3 Tongeneratoren
- 1 Geräuschgenerator
Ram: 1 KB Video Ram: 16 KB
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