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Commodore Amiga CD32 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
17.06.2006

Nach dem Flop des CDTV entwickelte Commodore eine neue Konsole, die technisch auf dem Amiga 1200 basierte, allerdings in einer extrem abgespeckten Form. Dazu gesellte sich ein CD-Rom Laufwerk und ein zusätzlicher Chip mit dem Namen Akiko. Dieser sollte einerseits dafür sorgen, dass PC-Konvertierungen einfacher zu ermöglichen sind und andererseits war er auch für komplexe 3D-Berechnungen zuständig. Durch zusätzliche Module, die man an der Rückseite der Konsole einsteckt, konnte man das CD32 auch in einen vollwertigen Amiga 1200 oder in einen Video-CD Player verwandeln.

Image 

Vorgestellt wurde das CD32 am 16. Juli 1993 im Science Museum in London, England. Der Verkauf begann zuerst in Europa, im September des gleichen Jahres und später im Rest der Welt. Es war der letzte Versuch von Commodore, sich vor dem drohenden Bankrott zu retten.

Die Konsole startete recht erfolgreich, verlor dann aber schnell an Boden, vor allem in Europa. Im Rest der Welt war die Konsole eher unbekannt. Das Hauptproblem war, dass zur damaligen Zeit einfach zu viele Konsolen erschienen waren. Neben den alten 8- und 16-Bittern erschienen auch das CDI, Jaguar, das 3DO und in Japan das PC-FX. Das CD32 war technisch zwar sehr interessant, aber es fehlte einfach die breite Masse an Entwicklern. Die meisten Spiele waren lediglich Amiga 500 oder 1200 Konvertierungen oder es gab die Spiele auch für die anderen Konsolen. Des weiteren waren die Preise anfangs recht hoch, so dass die meisten Spieler doch lieber bei Mega Drive und SNES blieben.

Das Hauptproblem blieb aber Commodore selbst, die schlicht kein Geld mehr hatten. Man konnte kaum eine anständige Marketingkampagne fahren und man produzierte lediglich 200.000 Einheiten. Danach war man pleite und konnte nichts mehr herstellen. Am 29. April 1994 ging Commodore bankrott und das CD32 starb aus. Escom kaufte die Überbleibsel auf, aber hatte selbst wohl kein Interesse die Konsole weiterzuführen. Escom ging selbst dann wieder 1996 Pleite und wurde von Gateway aufgekauft

Was bleibt war eine Konsole mit riesigem Potential die einen viel zu schnellen und unverdienten Tod starb. Über die Verkaufszahlen ist nicht viel bekannt. In Deutschland konnte man wohl ungefähr 25.000 Exemplare verkaufen.

Technische Details: 

CPU:

  • Motorola 68020 mit 14,18 MHz (PAL) bzw. 14,28 MHz (NTSC)
  • AGA Chipset 
  • Akiko Chip
  • 2 MB Ram
  • 1 MB Rom mit Kickstart 3.1 und cds.filesystem
  • 1 KB Flash Rom
  • Eingebautes Amiga OS 3.1
  • vier 8 Bit Audio Kanäle
Letzte Aktualisierung ( 21.12.2008 )
 
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