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Die Entwicklung des Game Gears begann im Jahr 1989 unter dem Arbeitstitel „Project Mercury“. Veröffentlicht wurde der Handheld zuerst in Japan am 6. Oktober 1990 und dann 1991 in Europa und den USA. Technisch war der Game Gear im Prinzip ein tragbares Master System mit einer stark vergrößerten Farbpalette, die sogar die des Mega Drives übertraf. Trotzdem konnten nur 32 Farben gleichzeitig dargestellt werden. Die meisten Spiele wurden dennoch auf dem Master System entwickelt und erschienen dann simultan für beide Systeme, weshalb es meist keine großen Unterschiede gab. Exklusive Spiele waren eher in der Unterzahl. Trotzdem veröffentlichte Sega kurze Zeit später einen Adapter um Master System Spiele auf dem Game Gear spielen zu können. Ein weiteres Zubehör war der TV Tuner zum Fernsehen. In Japan war das Gerät recht unbeliebt und die Verkaufszahlen waren sehr schwach, was in erster Linie wohl an der Größe des Geräts lag. Aber natürlich war auch der sehr hohe Stromverbrauch ein Problem. So benötigte man 6 AA-Batterien und diese hielten dann lediglich 5 Stunden. Einige Zeit später veröffentlichte Sega eine überarbeitete Fassung, dort konnte man immerhin 6 Stunden am Stück spielen. Die Batterielaufzeit war aber vor allem der des Game Boys absolut unterlegen. In den USA war der Game Gear wesentlich erfolgreicher, aber natürlich kam man zu keiner Sekunde an Nintendo vorbei. Sega startete während des Launchs eine riesige Werbekampagne, deren Spots sehr schnell berühmt und berüchtigt wurden. In einem dieser Spots sah man einen Hund wirr zwischen dem Game Gear und dem Game Boy hin und herschauen, während eine Stimme ertönt und erklärt: "If you were colorblind and had an IQ of less than twelve, then you wouldn't care which portable you had. Of course, you wouldn't care if you drank from the toilet, either." Während Sega auf diese Spots mächtig stolz war und sie für furchtbar innovativ hielten, erhielt man viel Kritik aus der Spielerszene, weil sie Nintendofans als Idioten darstellten und dieses Marketing viel aggressiver als die bisherigen Sega Sprüche, wie “Sega does what Nintendon’t”, waren. Sega stellte den Support des Handhelds bereits Anfang 1997 wieder ein. Im Jahr 2000 holte sich Majesco die Rechte, ähnlich wie in paar Jahre zuvor beim Mega Drive) und veröffentlichte eine neue Version des Game Gears und brachte sogar einige Spiele zurück in den Handel. Diese Version kam zwar zu einem Budgetpreis heraus und man konnte den TV Tuner nicht benutzen, trotzdem war zumindest der Lautsprecher in dieser Fassung besser als beim Original. 2006 folgte dann die zweite Reinkarnation in Form des PlayPal Portable Player. Der Game Gear bekam hier ein neues, kleineres Gehäuse, einen TV Ausgang und 20 eingebaute Spiele. Dadurch ist der Game Gear das am längsten im Handel befindliche Handheld, das nicht von Nintendo kommt. Weltweit hat sich das System knapp 9 Millionen mal verkauft. Technische Details: CPU: Z80 mit 3,58 MHz Auflösung: 160x144 Pixel Farben: 4096 verfügbar, davon 32 gleichzeitig Sprites: 64 gleichzeitig Audio: 4 Kanal Tongenerator Ram: 24 KB Zu den Spielereviews
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