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1972 und damit sogar noch einige Zeit vor Pong, veröffentlichte Magnavox die erste Spielekonsole. Entwickelt wurde sie von Ralph Baer schon Ende der 60er, weltweit wurde sie von der Firma Magnavox vertrieben, mit Ausnahme von Japan, wo Nintendo die Veröffentlichung übernahm.
Das Odyssey ist natürlich keinesfalls mit modernen Konsolen vergleichbar. Sie basierte auch nicht auf digitaler Technik, sondern war rein analog und hatte weder eine CPU noch Ram, dafür jede Menge Schaltkreise, die für die Ausgabe der Grafik verantwortlich waren. Diese bestand auch nur aus einigen weißen Linien und Punkten auf schwarzem Hintergrund. Um die Spiele effektiv nutzen zu können, waren deshalb farbige Folien, die man auf den Fernseher klebte, nötig. Die Spielen wurden auf Modulen ausgeliefert, die lediglich Jumper enthielten. Diese schalteten die Schaltkreise der Konsole so zusammen, das die passende Grafik für das jeweilige Spiel entstand. Die meisten Spiele waren natürlich sehr simpel und ähnelten mehr normalen Gesellschaftsspielen, für die man auch noch zusätzliche Materialien wie Spielgeld oder Punktekarten benötigte. Kurz darauf wurde die Shooting Gallery veröffentlicht, dies war die erste Light Gun der Videospielgeschichte und wurde beim Odyssey für insgesamt 4 Spiele eingesetzt.
Die Konsole verkaufte sich einigermaßen gut, das Hauptproblem bestand im schlechten Marketing von Magnavox selbst. Die meisten Menschen dachten, man könne die Konsole auch nur in Verbindung mit Fernsehern von Magnagvox benutzen und so verzichteten viele auf den Kauf. Die Produktion der Konsole wurde etwa 1975 eingestellt. Insgesamt konnten weltweit ungefähr 500.000 Exemplare verkauft werden und es erschienen 28 Spiele.
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