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Nach dem Sega bereits anfang der 80er mit dem SG-1000 Mark I und dem SG-1000 Mark II in Asien 2 Konsolen veröffentlichte, wollte man 1985 auch endlich ein Videospielsystem weltweit vermarkten. So gelangte am 20. Oktober 1985 das SG-1000 Mark III in Japan in den Handel. Im Juni 1986 folgte auch die Veröffentlichung in den USA und kurz darauf in Europa und dem Rest der Welt. Hierbei unterzog man der Konsole einem Redesign und nannte es Master System. Technisch hat sich nichts geändert. Im Jahre 1987 veröffentlichte Sega auch das Master System in Japan und stellte das Mark III ein. Hierbei gab es eine kleine Änderung, denn zusätzlich zum PSG Sound Chip von Texas Instruments kam der Yamaha YM2413 FM Sound Chip hinzu. Neben den damals üblichen Cartridges, hatte die Konsole auch einen Slot für so genannte Sega Cards, diese sahen ein bisschen aus wie Scheckkarten und enthielten kleine Spiele wie Hang On oder Bank Panic.
Sega machte beim Master System einige Designfehler. So war der Pauseknopf nicht auf dem Gamepad sondern an der Konsole was sehr umständlich und sinnlos war, zumal er auch noch direkt neben dem Reset Knopf platziert wurde. Im Eifer des Gefechts erwischt man da schon mal den falschen Knopf. Auch bei den Game Pads machte man anfangs einige Fehler. So war bei der ersten Version das Verbindungskabel nicht wie üblich an der oberen Seite platziert sondern rechts, das war ziemlich unbequem weil man da normalerweise seine Hand hat. Auch war das Gamepad mit den Maßen 12x5cm ziemlich klein. 
Nach dem Konsolencrash um 1982 gab es an sich nur 3 8-Bit Konsolen auf dem Markt. Atari brachte 1986 nach langer Verzögerung ihr Atari VCS 7800 heraus, das sich als recht großer Flop erweisen sollte und natürlich Nintendo mit ihrem NES (Famicom in Japan). Trotz technischer Überlegenheit, hatte das SMS keine Chance gegen Nintendo. In den USA hielt das NES einen Marktanteil von 90% und in Japan war es schon zu lange auf dem Markt und einfach etablierter. Der andere Hauptgrund, für das Scheitern des Master Systems und auch den anderen Konsolen bis anfang der 90er, lag darin begründet, das Nintendo nach dem Konsolencrash fast alle amerikanischen und japanischen Spieleentwickler mit Verträgen an sich gebunden hat. Diese Verträge erlaubten es ihnen nicht, ihre Spiele auf anderen Systemen als dem NES zu veröffentlichen. Ohne gute und bekannte Spiele kann eben keine Konsole überleben. Sega versuchte zwar dagegen zu halten, in dem man die Lizenz einiger bekannter Titel wie Double Dragon oder Summer Games holte und eigene Versionen programmierte aber das konnte nicht viel ausrichten. Man versuchte ausserdem mit günstigen Preisen und in die Konsole eingebaute Spiele zu punkten, was aber auch nicht von großem Erfolg gesegnet war. Richtig erfolgreich war das Master System lediglich in Europa, in einigen Ländern wie Portugal oder Frankreich war man sogar lange Zeit Marktführer und natürlich in Südamerika. Gegen Ende der 80er machte Sega in den USA einen weiteren großen Fehler, man verkaufte sämtliche Rechte an das Unternehmen Tonka, das bis dahin keinerlei Erfahrung im Videospielebereich hatte. Das Master System war danach in den USA praktisch tot. Erst als Sega mit dem Mega Drive (Genesis in den USA) große Erfolge einfahren konnte, kaufte man die Rechte zurück und veröffentlichte das Master System II. Kein Nachfolger, sondern vielmehr eine Budgetvariante der alten Konsole, in einem kleineren Gehäuse, ohne den Card Slot oder einen Reset Knopf. Diese war aber auch eher ein Flop, da man durch die Sparmaßnahmen Zubehör wie die 3D-Brille nicht mehr verwenden konnte. 1994 stellte Sega offiziell den Support ein und die letzten weltweit vermarkteten Spiele erschienen. Lediglich in Südamerika lebte das Master System weiter. Dort hatte man die Lizenz an den brasilianischen Spielzeughersteller Tec Toy verkauft. Diese veröffentlichten bis 2004 nicht nur 2 weitere Versionen der Konsole, sondern entwickelten auch einige Spiele, Sonic Blast, Mortal Kombat 3 oder Street Fighter 2. Das SMS dürfte damit die wohl langlebigste Konsole überhaupt sein.  Zubehör: Sega war schon immer dafür bekannt, viel und ausgefallenes Zubehör zu ihren Konsolen zu verkaufen. In Japan waren für das Mark III beispielsweise ein Radioempfänger und ein Grafiktablett erhältlich. In der westlichen Welt war man nicht minder innovativ, die bekanntesten Zubehörgeräte waren: - Die 3D-Brille: 3D-Brillen gab es für Konsolen zwar vorher auch schon, aber diese waren meist recht billig und setzten auf die bekannten grünen und roten Farbfolien. Sega gab sich da mehr Mühe und arbeitet mit Shutter Technik, wo abwechselnd die linke oder rechte Seite geschlossen wird und dadurch der 3D Effekt entsteht. Leider gab es nur recht wenige Spiele für diese Brille und sie war auch nur kompatibel zum Master System I, da es den Card Slot benötigte.
- Der 3D Light Phaser: Eine Lichtpistole die das Design der Pistole aus dem Spiel Zillion verwendete. Auch hierfür gab es nur recht wenige Spiele wie Space Gun oder Rambo III
- Sega Control Stick: Ein Joystick der wohl ein bisschen Arcade Feeling nach hause bringen sollte. Eigentlich keine schlechte Idee, aber auch hier machte Sega wieder einen entscheidenden Designfehler: Man baute es spiegelverkehrt, der Stick saß rechts und die Buttons links. Das mag zwar nett für Linkshänder gewesen sein, aber alle anderen kamen damit wohl eher nicht zurecht.  - Sega Handle Controller: Eine Art Lenkrad für Rennspiele wie Out Run aber auch z.b. für After Burner geeignet. Heutzutage sehr selten und eigentlich auch eher überflüssig
- Sega Sports Pad: Ein Trackball für Sportspiele, das auch nur mit ganz wenigen speziellen Spielen funktionierte. Wurde lediglich in den USA veröffentlicht und ist heute sehr selten und teuer.
Technische Daten: CPU: 8-Bit Zilog Z80 mit 3,5 MHz Ram: • 8kB Main • 16kB Video Ram Sound: • PSG Texas Instruments SN76489 • 4 Kanal Mono, 3 Soundgeneratoren und 1 White Noise Kanal Grafik: Texas Instruments TMS9918 • 32 Farben gleichzeitig aus einer Palette von 64 möglichen • Auflösung von 256x192 bis 256x240 • 8x8 Pixel Charakter, maximal 488 • 8x8 oder 8x16 Pixel Sprites, davon maximal 64 gleichzeitig Zu den Spielereviews
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