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Sega Mega Drive PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
06.05.2006

Als 1987 Sega erkannte, das sie mit dem Master System, trotz technischer Überlegenheit nicht gegen Nintendo ankommen konnte und da zu dieser Zeit auch NEC mit dem PC Engine/Turbo Grafx 16 auf den Markt stürmte, plante man eine neue Konsole. Diese sollte technisch absolut überlegen sein und wurde die erste echte 16-Bit Konsole. Am 29. Oktober 1988 war es so weit und in Japan ging die neue Konsole mit dem Namen Mega Drive in den Handel. Der Name hatte sich gegenüber Bezeichnungen wie MK-1601 durchgesetzt.

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1989 und 1990 wurde es dann im Rest der Welt veröffentlicht. In den USA musste die Konsole in Genesis umbenannt werden, weil es Probleme mit dem Trademark gab. Vom Design her, ging man mal wieder innovative Wege, das Mega Drive war wohl die einzige Konsole die einen Kopfhörerausgang samt Lautstärkeregler bot. Aus den Fehlern beim Master System hat man auch gelernt, der Pauseknopf wurde nun auf das Game Pad gelegt und dieses war insgesamt um einiges größer und hatte nun 3 Tasten. Ausserdem war das MD abwärtskompatibel zum Master System, aufgrund der unterschiedlichen Cartridges musste allerdings noch ein Adapter gekauft werden. Mit einem günstigen Preis und einem guten Spieleangebot, das sich hauptsächlich aus Arcade Games zusammensetzte, konnte man schnell auf allen Märkten Erfolge erziehlen.

Aber schon bald zogen wieder dunkle Wolken auf im Sega Land. Zuerst veröffentlichte NEC ein CD-Laufwerk für ihre PC Engine, was zu schnell steigenden Verkaufszahlen führte und kurz danach kündigte Nintendo den Nachfolger des Famicom an. Die Verkaufszahlen des Mega Drives in Japan erlebten daraufhin eine ziemliche Bruchlandung. In den USA hielt man bis 1991 rund 55% Marktanteil, man konnte auf eine feste Fanbasis bauen, im Gegensatz zu Nintendo setzte man auf ältere Spieler die „erwachsenere“ Spiele bevorzugten. Ende 1991 präsentiert Sega sein neues Maskottchen. Sonic sollte Alex Kidd ersetzen der immer etwas blass blieb. Sonic the Hedgehog erfreute sich von Anfang an großer Beliebtheit und bescherte Sega noch mal einen kräftigen Popularitätsschub. Im gleichen Jahr veröffentlichte man das erste Zusatzgerät für das Mega Drive. Ein CD-Laufwerk mit dem Namen Mega CD (bzw. Sega CD in Nordamerika), sollte die Konsole ins Multimedia Zeitalter führen. Leider erwies es sich als großer Flop, das an einem zu hohen Verkaufspreis und zu wenigen bzw. schlechten Spielen lag. Man setzte zu sehr auf so genannten FMV Spiele und Multimedia Anwendungen wie Musikprogramme.

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Mit der Veröffentlichung von Sonic the Heghehog 2 im Jahr 1992 konnte man diesen Abwärtstrend stoppen. 1993 veröffentlichte man auch das Mega Drive II, ähnlich wie beim Master System II war es einfach das alte System in einem kleineren Gehäuse, auch der Kopfhörerausgang war verschwunden und so konnte man es zu einem deutlich günstigeren Preis anbieten. Bis dahin war man in Europa und den USA noch Marktführer, was nicht nur an Sonic lag, sondern auch an der Tatsache, das man Spiele unzensiert veröffentlichte. Während Nintendo z.b. bei Mortal Kombat das Blut grau färben lies, konnte man es auf dem Mega Drive ungeschnitten genießen. Das sorgte natürlich für große Popularität bei den erwachsenen Spielern. Auch die Veröffentlichung von Super Street Fighter II – Special Championship Edition, sorgte für große Beliebtheit, Nintendospieler mussten da noch mit der veralteten Street Fighter II Turbo Version leben.

Zu dieser Zeit veröffentlichte man in Nordamerika, Brasilien und Japan auch Modems, mit denen man das System online bringen kann. Das Mega Drive war damit die erste onlinefähige Konsole. In den USA ging man eine Kooperation mit Time Warner ein und launchte den Sega Channel. Für eine monatliche Gebühr bekam man einen Adapter, mit dem man das Mega Drive an den Kabelanschluss stecken konnte. Dadurch erhielt man Zugang zu einigen Spielen, die man dann für 15 Minuten spielen konnte. So konnte man problemlos neue Spiele antesten, auch gab es bei diesem Service Games, die nicht in den USA veröffentlicht wurden.

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Aber 1994 machte Sega wieder eine entscheidende Fehlentscheidung. Das 32X wurde veröffentlicht. Ein Gerät das in den Cartridge Slot des Mega Drives gesteckt wurde und die Konsole in einen 32-Bitter verwandeln sollte. Sega traf diese Entscheidung, da sie kurz danach bereits den Saturn veröffentlichten, der relativ teuer war, das 32X war also eine Art 32-Bit Konsole für nicht so reiche Leute. Unzählige Fehler führten zu einem schnellen Tod dieses Geräts. In den USA wurde es noch gerade rechtzeitig vor Weihnachten in den Handel gebracht, aber bis dahin hatte man lediglich 500.000 Stück produziert, viel zu wenig für so einen großen Markt. Auch viele Spiele wurden vorschnell veröffentlicht, so das sogar zu Softwarefehlern kam oder sie einfach nicht fertig waren. Doom 32X hatte nur halb so viele Level wie die PC Version. Später wurden noch einige 32X CD Games veröffentlicht. Diese setzten vor raus, das man sowohl das Mega CD als auch das 32X besitzt. Für viele Leute war das einfach zu teuer.

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Sega brachte zusätzlich noch das Multi-Mega (In den USA CD-X) raus. Das kleine Gehäuse beherbergt ein Mega Drive und ein Mega CD und konnte auch als Discman mit Batterien betrieben werden. Leider sorgte der extrem hohe Preis dafür, das es kein Erfolg wurde. In diesem Jahr veröffentlichte man auch das letzte Sonic Spiel auf dem Mega Drive. Sonic & Knuckles kam mit einer Cartridge raus, auf das man noch eine andere Cartridge setzen konnte. Steckte man Sonic 3 oder 2 drauf, konnte man diese Spiele nun mit dem neuen Charakter Knuckles spielen. Speziell in Sonic 3 gab es viele Bereiche die Sonic nicht erreichen konnte. Einige andere Spiele sorgten dafür, das man die Bonuslevel von Sonic & Knuckles direkt spielen konnte.

Durch diese vorschnellen Veröffentlichungen überteuerter Hardware, verlor Sega sehr schnell das Vertrauen seiner Fans. Im Jahr 1995 war der Marktanteil in den USA von 65% auf 30% gefallen. 1996 stellte Sega die Produktion des Mega Drives, des 32X und des Mega CD ein, was abermals den Zorn vieler Kunden nach sich zog. Diese hatten zuvor die ganze Peripherie für viel Geld gekauft, nur um jetzt nichts mehr damit anfangen zu können. Weltweit wurde das Mega Drive bis dahin ca. 35 Millionen mal verkauft. 1997 brachte Majesco in Nordamerika das Mega Drive 3 heraus. Eine extreme Budgetversion die lediglich 50$ kostete. Dafür konnte das weder mit dem 32X oder dem Mega CD bestückt werden. Es war auch nicht abwärtskompatibel zum Master System und sogar Virtua Racing lief nicht.

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Lediglich in Südamerika lief das Mega Drive noch sehr gut. Tec Toy entwickelte einige eigene Spiele, darunter sogar eine Version von Duke Nukem 3D und auch sie veröffentlichten ein eigenes Mega Drive 3, mit mehreren eingebauten Spielen. 2000 gab es dann das letzte Lebenszeichen des Mega Drive in Nordamerika. Radica Games brachte unter ihren TV Legends Label ein Mega Drive Game Pad, das man einfach an den Fernseher anschließt, mit 6 eingebauten Spielen in den Handel.

2005 wurde dann ein neues Spiel überraschend angekündigt: Beggar Prince. Ein Spiel das Mitte der 90er in Korea erschien, wurde von einem Team übersetzt und 2006 verkauft, mit Anleitung und Verpackung.  Das Spiel verkaufte sich überraschend gut, so das ein weiteres Team nun ein weiteres neues Spiel angekündigt hat: Ein Strippoker Spiel namens Teenage Queen. Ein weiteres Spiel, das aber mehr in den PD Bereich fällt, ist Frog Feast. Dies wurde für nahezu alle Konsolen veröffentlicht, darunter eben auch das Mega Drive.


Andere Variationen des Mega Drive

Viele Fremdhersteller haben das Mega Drive lizenziert und recht kuriose Geräte entwickelt:

 

JVC brachte das WonderMega (X’Eye in Nordamerika) heraus, ein kombiniertes Mega Drive/Sega CD mit verbessertem Soundchip und Midi Port. Dadurch konnte man sogar ein Keyboard anschließen und mit der passenden Software Musik machen.

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The Mega Jet, wurde in Zusammenarbeit mit Japan Airlines veröffentlicht. Ein Mega Drive im Handheldformat das an einen Monitor angeschlossen werden konnte. Diese befanden sich bei Japan Airlines an der Rückseite der Sitze.

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Aus diesem Gerät entstand später auch der Nomad. Segas zweiter Handheld nach dem Game Gear, das alle Mega Drive Spiele abspielen konnte. Es hatte sogar einen Anschluß für ein zweites Game Pad und man konnte es mit dem Fernseher verbinden. Das 32X und das Mega CD waren aber nicht kompatibel. Durch die Leistungsfähigkeit und das sehr gute Farbdisplay hatte es auch einen sehr hohen Batterieverbrauch.

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LaserActive war ein LaserDisc Player von Pioneer. Mit einem zusätzlichen Modul von Sega konnte das Gerät kompatibel zu Mega Drive und Mega CD Spielen. Später veröffentlichte man wenige so genannte Mega LD Games. Durch die hohe Speicherkapazität der Laserdisc konnte man unkomprimierte Videos und digitalen Audio Sound verwenden.

The Teradrive war ein 286er PC von IBM der nur in Japan veröffentlicht wurde. Eingebaut in das Desktop Gehäuse war ein Mega Drive. Wegen der unterschiedlichen Video Signale des PCs und der Konsole konnte es nur mit einem speziellen Monitor benutzt werden. Man konnte das Mega Drive und den PC auch gleichzeitig verwenden. The

Mega PC wurde von Amstrad gebaut und enthielt ebenfalls ein Mega Drive. Veröffentlicht wurde dieser nur in Europa und Australien. Ein 386er mit einem Mega Drive das auf einer ISA Karte verbaut war. Im Gegensatz zum Teradrive konnte man nur abwechselnd den PC oder das Mega Drive verwenden. Später veröffentlichte Amstrad das The Mega Plus, der einzige Unterschied war, das es nun ein 486er PC mit mehr Ram war

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Das Aiwa Mega CD war ein tragbares Radio/CD Player an das unten ein Mega Drive gebaut war. Es wurde in geringer Stückzahl nur in Japan veröffentlicht.


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Technische Daten des Mega Drive:

CPU: • 16-Bit Motorola 68000 mit 7,6 MHz (übertaktbar auf etwa 12 MHz)

• 8-Bit Z80 mit 3,5 MHz Ram:

• Main Ram: 64KB • Secondary Ram: 8KB

• Video Ram: 64KB

 

Grafik:

• Auflösung: 320x240

• Farbe: 64 Farben gleichzeitig aus einer Palette von 512

• Maximale Sprites: 80

 

Sound: • Yamaha YM2612

• 6 FM Kanäle

• Texas Instruments SN76489

• 4 PSG Kanäle

Zu den Spielereviews
Letzte Aktualisierung ( 21.12.2008 )
 
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