Die japanische Firma SNK (Shin Nihon Kikaku was übersetzt Neues Japan Projekt heißt) begann sich Ende der 80er verstärkt der Spielhalle zu zuwenden. Durch das Aufkommen der 16-Bit Konsolen ging die Begeisterung für Spielautomaten stark zurück. Auch die Betreiber der Spielautomaten hatten ihre Probleme. Man benötigt ja für jedes Spiel praktisch einen eigenen Automaten, was nicht nur viel Platz verschwendet, sondern auch recht teuer war. SNK kam auf die Idee, die Konsolentechnik mit Cartridges in die Spielhalle zu übertragen und entwickelte das Neo Geo MVS (Multi Video System). Da aber in Japan eben immer mehr Leute auch zuhause gern spielten, entwickelte man noch eine Konsolenversion: Das Neo Geo AES (Advanced Entertainment System). Dies verwendete die gleiche Technik und Spiele wie das MVS, was allerdings auch dafür sorgte, dass die Preise sowohl für die Konsole als auch für die Spiele extrem hoch waren. SNK erwartete also keinen großen Erfolg und stellte das Neo Geo erstmal nur Videotheken zum ausleihen zur Verfügung. Nach dem aber immer mehr Menschen nach einer Kaufversion fragten, entscheid man sich gegen Ende 1990 dafür, das Gerät in den normalen Handel zu bringen und gleich weltweit zu veröffentlichen. Zum damals enormen Preis von 599$ (Zum Vergleich: Das Mega Drive erschien kurz zuvor in den USA zu einem Preis von 199$) bekam man die Konsole, 2 Arcade Boards und ein Spiel. Die Preise der Spiele lagen zwischen 200 und 300$. Begründet lag dies in der teuren Produktionstechnik und der hohen Speicherkapazität (bis zu 716 MBit – Beim Mega Drive ging es lediglich bis maximal 32 MBit) der Cartridges. Nicht nur die Technik war revolutionär, das Neo Geo war auch die erste Konsole bei der sogenannte Memory Cards zum Einsatz kamen, also Speicherkarten zum Ablegen von Spielständen. So konnte man Spiele jederzeit speichern und musste sie nicht, wie bei den anderen Konsolen an einem Stück durchspielen. Durch die Verwendung der gleichen Technik, konnte man diese Memory Cards sogar in der Spielhalle beim Neo Geo MVS verwenden.  Über die Jahre hinweg erarbeitete sich das Neo Geo einen Kultstatus vor allem durch die zahlreichen sehr guten Beat ´em Ups, aber auf Grund der extrem hohen Preise konnte die Konsole keinen Erfolg im Mainstreambereich einfahren. SNK wollte dies ändern und veröffentlichte deshalb 1994 das Neo Geo CD zu einem sehr günstigen Preis von 300$ und auch die Spiele wurden mit ungefähr 50$ bezahlbar. Allerdings war auch dies kein großer Erfolg. Die Gründe sind vielfältig. Einerseits hat SNK lediglich ein 1x CD-Rom verbaut, was zu extrem langen Ladezeiten führte, außerdem wurden statt den großen Arcade Boards nun kleine konventionelle Game Pads benutzt und schlussendlich wurden nur sehr wenige Spiele veröffentlicht. 1996 veröffentlichte man das Neo Geo CDZ, ein noch größerer Flop, anstatt ein schnelleres CD-Laufwerk einzubauen, vergrößerte man lediglich den Systemspeicher, was zwar auch die Ladezeiten minimierte aber nicht ganz so effektiv wie ein schnelleres Laufwerk war. Außerdem hatte es einen Konstruktionsfehler, der zur Überhitzung der Konsole führte,. Deshalb wurde es kurz nach der Veröffentlichung auch schon wieder eingestellt.
1997 veröffentlichte SNK die nächste Generation des Neo Geo unter der Bezeichnung Hyper Neo Geo 64. Der Sprung in die 3. Dimension misslang aber gründlich, einerseits weil die Konkurrenz wie Segas Model 3 einfach besser aussahen und andererseits, weil die große Neo Geo Fangemeinde lieber 2D als 3D wollte. 1999 wurde dieses System mit nur ungefähr 15 veröffentlichten Spielen wieder eingestellt. Nach diesen ganzen Flops (und dem Neo Geo Pocket Handheld) geriet SNK in große finanzielle Schwierigkeiten was die Zukunft des Neo Geo in Frage stellte. Im Herbst 2000 war es dann soweit und SNK ging Konkurs. Die Rechte und Lizenzen an dem Neo Geo und den Spieletiteln wurden an unterschiedliche Firmen wie Eolith und Mega Enterprises verteilt, die ihrerseits mit der Entwicklung von Spielen begann. Die meisten dieser Spiele waren recht durchschnittlich. Der Gründer von SNK Eikichi Kawasaki gründete 2002 Playmore und begann damit nach und nach alle Rechte zurückzukaufen was auch gelang und zur Änderung des Firmennamen in SNK Playmore führte. Ende 2004 wurde aber trotzdem das Neo Geo begraben. Das letzte offiziell veröffentlichte Spiel war Samurai Shodown V Special. Technische Daten: CPU: Motorola 68000 (12 MHz) und Zilog Z80 (4 MHz) Ram: • Motorola 68000: 64kB • Video: 68kB • Z80: 2kB Sound: Yamaha YM2610 mit 15 Stereo Soundkanälen (7 Digital, 4 FM, 3 PSG, 1 Geräuschkanal) Grafik: • Auflösung: 320x240 (Durch einen Designfehler sind aber nur 302x224 sichtbar) • Farben: Maximal 4096 von insgesamt 65.536 • Maximale Anzahl Sprites: 380 • Minimale Spritegröße: 1x2 und Maximal 16x512 Memory Card mit 8kb Speicher Zu den Spielereviews
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