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ASP - Weltunter PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
21.12.2008

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ASP ist eine Frankfurter Gothicrock-Formation um Frontmann und Texter Alexander Spreng (Asp). „Weltunter“ erschien 2003 und ist der 3. Teil des Zyklus um den schwarzen Schmetterling. Musikalisch ist das gar nicht so einfach in Worte zu fassen, denn die Bandbreite entwickelt sich von Album zu Album immer weiter. Alternativer Rock, die unsägliche Bezeichnung Neue Deutsche Härte, Electro – alles passt irgendwie. Vielleicht sollte man das einfach nur so bezeichnen: klingt nach ASP.

„Sing Child“ vom ersten Album war der Startschuss, doch „Weltunter“ und insbesondere natürlich der Hit „Ich will brennen“ sorgte dafür, dass ASP den Durchbruch schafften und inzwischen einer der bekannteren Gothicacts sind. Die ersten Alben sind meiner Meinung nach vernachlässigbar, bis auf wenige Ausnahmen gefällt mir das nicht so.

Mit „Weltunter“ ändert sich das. Textlich werden Bilder geschaffen, die Musik trägt zur Atmosphäre bei, Melodien werden einfach mal aus dem Ärmel geschüttelt und so schaffen ASP ihren eigenen Kosmos. Getragen von Asps Stimme entwickeln die Songs ihren eigenen Sog, ob nun die Geschichte des schwarzen Schmetterlings weitererzählt wird wie im traumhaft schönen „Geisterjagd“, sich die „Stille der Nacht“ über den Tag senkt oder auf Konzerten gefeierte Mitsinghymnen wie „She wore Shadows“, „Hässlich“ oder natürlich „Ich will brennen“.

„Eleison“ und „Lykanthropie“ sind für mich die Schwachpunkte des Albums, bevor dann „Die Ruhe vor dem Sturm“ das Ganze abschließt. Einer der längsten und auch stärksten Songs des Albums.

Wenn man ASP noch nicht kennt, wäre natürlich die Best Of „Horror Vacui“ zu empfehlen. Wer sich dann darüber hinaus für diese Band interessiert, sollte mit „Weltunter“ einsteigen. Auch wenn mir spätere Alben noch besser gefallen, weil in denen regelrecht Geschichten erzählt werden, ist „Weltunter“ wohl die Wahl für den Gothicinteressierten. ASP-Fans haben es ja eh schon im Schrank stehen. Einzig die Produktion finde ich mitunter etwas dünn, live wirken einige Songs da dann noch ganz anders.

Bewertung
7/10
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