|
Benedictum - Seasons of Tragedy |
|
|
|
Geschrieben von ShadowAngel
|
|
21.09.2008 |
|
 Endlich ein neues Album von Benedictum. Deren Debüt Uncreation war ja schon richtig stark und hat Spaß gemacht. Seasons of Tragedy ist ein Nachfolgealbum wie man es sich wünscht. Benedictum macht immer noch Heavy Metal, hat sich aber stark weiterentwickelt. Es geht abwechslungsreicher zur Sache und Instrumental wurde man auch besser. Gitarrist Pete Wells haut hier schon einige geniale Riffs und Soli raus.
Neben dem Intro, das man sich auch hätte sparen können, finden sich 10 starke Songs. Wieder gibt es ein Cover, dieses Mal Balls to the Wall von Accept. Accept mag ich ja nicht so sehr, was vor allem an der Stimme von Udo Dirkschneider liegt, insofern klingt jedes Cover für mich besser. Aber das ist ansonsten Geschmackssache. Für die Produktion verantwortlich zeichnet wieder Jeff Pilson, den man von Dokken kennt und der mittlerweile bei Foreigner am Bass zupft. Neben ihm finden sich mit Craig Goldy (der ja die Band entdeckt hat), Georgy Lynch (Dokken) und Manni Schmidt (Rage/Grave Digger) noch ein paar weitere Gäste. Schlechte Songs gibt es hier eigentlich nicht. Shell Shock legt gleich mal los und das so brachial, das man Angst um seine Boxen hat. Der Sound ist schon klasse und dann diese Stimme von Veronica Freeman. Ich wette die kann ein Haus mit ihrer Stimme einreißen… Neben diesen ganzen Heavy Metal Krachern finden sich mit Steel Rain und Bare Bones noch zwei langsamere Nummern. Keine Balladen, es geht eher so Richtung Black Sabbath zur Dehumanizer Zeit. Wobei mir Bare Bones jetzt nicht so hundertprozentig gefällt. Bei Nobodys Victim hat man dann plötzlich einen Backgroundgesang auf deutsch und während Beast in the Fields mit über 6 Minuten schon recht lang ist, setzt Seasons of Tragedy mit über 11:30 Minuten dem ganzen noch fast die Krone auf. Ein langer, aber sehr gut gemachter Song, der zeigt das Benedictum auch zu mehr in der Lage ist, als nur 4-5 Minuten Kracher.
Seasons of Tragedy ist ein klassisches Heavy Metal Album, wie man es sich wünscht. Dass die Band ganz furchtbar auf Dio steht und Black Sabbath sowie alle 80er Jahre Metal Bands mögen, hört man zu jeder Sekunde, aber trotzdem klingt das hier nicht altmodisch oder angestaubt.
Im Forum kommentieren |