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Blind Guardian - Somewhere far Beyond |
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Geschrieben von ShadowAngel
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15.12.2007 |
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Mit diesem vierten Album hat die Band ihren Stil zwischen Power und Speed Metal wohl endgültig gefunden, schade, dass nur wenige Alben später all das dem (übertriebenen) Bombast wich. Schon Tales from the Twilight World war ja ein starkes Album, hier setzt man aber noch eins drauf.
Los geht es mit dem tollen Time what is Time, bei welchem sich auch gleich zeigt, wie belesen die Band ist. Der Song basiert nämlich auf dem Buch „Do Androids dream of electric Sheep?“ von Philip K. Dick, das später unter dem Titel Blade Runner auch eine Verfilmung bekam. Aber am liebsten ist den Kreefeldern eben nach wie vor J.R.R. Tolkien. Der größte Bandklassiker, The Bard’s Song – In the Forest, ist davon inspiriert, während The Bard’s Song – The Hobbit das Buch „The Hobbit or there and back again“ zur Vorlage hat. Zehn Songs beinhaltet die Originalausgabe des Albums und am Anfang möchte man meinen, dass ein genialer Song dem nächsten folgt. Von Time what is Time geht es weiter zur starken Journey trough the Dark. Mit dem nicht mal eine Minute langen Black Chamber wird es zum ersten Mal ruhig, nur Gesang und Piano. Sehr interessant auf jeden Fall, bei den heutigen Blind Guardian wäre der Song wahrscheinlich 10 Minuten lang und würde 192 Tonspuren in ProTools belegen. Auf The Quest for Tanelorn spielt dann Gamma Rays Kai Hansen Gitarre und ich sag jetzt einfach mal, dass alle Songs klasse sind. Fast alle. Da gibt es nämlich noch das ebenfalls kurze Piper’s Calling, das aus Dudelsackkrach besteht, völlig nervt und nicht hätte sein müssen. Ashes to Ashes kann mich auch nicht so sehr begeistern. Auf CD gibt es dann noch drei weitere Songs. Eine so genannte Classic Version von Theatre of Pain. Hier muss man sagen dass die reguläre Version stärker ist. Von der Band Satan hat man Trial of Fire gecovert und dann versucht man sich tatsächlich an einem Queen Cover. Viele Bands scheitern daran, auch Blind Guardians Version von Spread your Wings kommt zu keiner Sekunde an Queen ran, ist aber zumindest anhörbar.
Für ein Album das in Deutschland Anfang der 90er entstand, ist die Produktion erstaunlich stark. Wenn man da an die Alben von Bands wie Halloween denkt, die meist fürchterlich klingen ist das tatsächlich überzeugend – und es klingt besser als das drei Jahre später erschienene Imaginations from the other Side. Insgesamt also ist Somewhere far Beyond ein extrem starkes Album mit nur ganz wenigen Schwachpunkten.
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