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Bob Dylan - Slow Train Coming PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Bob Dylans Leben änderte sich rund um das Jahr 1978 recht schlagartig. Auf der einen Seite bekam sein letztes Album (Street Legal) recht schlechte Kritiken, auch sein veröffentlichter Film (Renaldo & Clara) kam nicht sonderlich gut an und dann konvertierte er auch noch zur „Born Again Christian“ Bewegung. Im Sommer 1979 erschien dann sein neuestes Album. Slow Train Coming spaltete die Fans und die Kritiker. Der neue Stil passte vielen nicht, die religiösen Messages in den Songs kamen noch weniger an und trotzdem ist es wohl das erfolgreichste Album – ganz ohne Blowing in the Wind oder Knocking on heaven’s Door.

Das ist das erste was dieses Album von den früheren Alben Bob Dylans abhebt, hinzu kommt der Frauenchor, den es auch schon bei Street Legal zu hören gab. Hier tritt es noch etwas mehr in den Vordergrund, ohne allerdings Dylan (der immer irgendwie klingt als hätte er mindestens ein Fass Whisky hinter sich) zu übertönen.
Gotta serve Somebody war als Single ein recht großer Erfolg und brachte Dylan einen Grammy ein. Netter Song mit einer starken Funk- und Bluesnote.
Precious Angel war dann der Song, wo ich schon beim ersten Klang der Gitarre an Mark Knopfler denken musste. Auch der Schlagzeugsound ist nicht unbekannt und tatsächlich sind an diesem Album Mark Knopfler und Pick Withers von den Dire Straits beteiligt und bei diesem Song wird dies das erste Mal so richtig deutlich. Der Song ist wohl ein deutliches Glaubensbekenntnis und der Glauben und dieses „Ich bin jetzt wieder Christ“-Denken Dylans ist unüberhörbar, nervt aber nicht so sehr wie man es nun vermuten könnte.  
Der Titelsong dagegen enthält mal wieder Dylans typische US Kritik, er ist Patriot und vielleicht gerade deshalb hat er viel an den modernen USA auszusetzen und tut das in diesem Song sehr deutlich. Hervorzuheben ist noch das letzte Lied. When he returns zeigt Dylan wohl in seiner besten stimmlichen Seite. Ursprünglich wollte Dylan das eine seiner Sängerinnen hier Lead singt, aber dann wollte er es doch selbst machen und kann damit absolut überzeugen, auch ohne E-Gitarren oder laute Drums ist dieser Song sehr kraftvoll geworden.
Der einzige Titel auf diesem Album der mich nicht so überzeugen kann, ist Do right to me Baby, der irgendwo so runterplätschert, wogegen das leicht Reggaelastige Man give Names to all Animals sehr ausgefallen ist.
Slow Train Coming ist Dylans bestes Album seit Blonde on Blonde.

Bewertung
9,5/10
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