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Camel - Mirage PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
16.01.2008

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Ob die Bandmitglieder wohl starke Raucher sind? Der Bandname und das Cover dieses Album lassen irgendwie fast darauf schließen. Wirklich bekannt war mir die Band bislang auch nicht, obwohl sie seit 1971 existiert und bis vor 5 Jahren regelmäßig Alben veröffentlicht hat, in den 80ern sogar mit anderen Musikgrößen wie Phil Collins und Simon Phillips. Mirage ist das zweite Album der Band und erschien 1974. Stilistisch ist das Ganze Progressive Rock bzw. Synpho Prog oder Canterbury Sound. Persönlich würde ich sie Richtung Genesis bzw. Emerson, Lake & Palmer schieben, wobei das besondere Merkmal der Band eine öfter mal eingesetzte Flöte in bester Jethro Tull Manier ist.

Fünf Songs mit einer Spielzeit von 38 Minuten finden sich auf dem Album, auch das ist irgendwie ganz typisch für Progbands der damaligen Zeit, wenige Songs und natürlich ein ganz langer. Los geht es mit Freefall, bei dem der Gesang irgendwie merkwürdig unmusikalisch klingt, als instrumental wäre es wohl Besser. Trotzdem irgendwie ein vergessenswertes Stück. Zum Glück wird es danach besser. Supertwister ist ein atmosphärisches Instrumental, das nur leider etwas kurz geraten ist, ein wunderbares Stück Musik.
Nimrodel ist ein Song über 9 Minuten. Unterteilt ist das Stück dabei in drei Teile. Nimrodel, ein kurzes Intro, das atmosphärische The Procession und das sehr starke White Rider. Fast komplett als Instrumental, gibt es nur vereinzelt ein wenig zurückhaltenden Gesang, der in seiner leisen Art aber gut zur Musik passt. Leider, muss man schon fast sagen, geht es auch in diesem Stück mal wieder um den Herr der Ringe. Aber es macht trotzdem Spaß das anzuhören, der Ideenreichtum in diesem Song ist großartig.
Earthrise startet auch atmosphärisch und langsam, baut aber schnell an Fahrt auf und hat einen sehr genialen Groove, klingt aber irgendwie gleichzeitig wie typischer 70s Prog, was vor allem an den Synthies und dem Drumsound liegt.
Zum Abschluss folgt dann noch der längste und wohl auch bekannteste Song der Band, die Lady Fantasy Suite. Unterteilt ist auch dieses Stück wieder und dauert fast 13 Minuten. Encounter macht den Anfang und nervt erstmal mit einem fiesen Synthiesound. Schon bald kommen aber die anderen Instrumente dazu und es klingt richtig gut, das Highlight ist das sehr gelungene Gitarrensolo. Ein tolles Gitarrensolo gibt es auch im nächsten Teil Smiles for you. Gitarrespielen kann Andrew Latimer auf jeden Fall, sein Gesang dagegen ist auch hier eher Geschmackssache, es klingt stimmlich ein wenig schwach. Lady Fantasy macht den Abschluss mit einer immer mehr an Fahrt aufnehmenden Melodie, die im dritten und letzten Gitarrensolo endet und auch noch ein Synthiesolo, das ausnahmsweise nicht nervt, mündet. Danach gibt es noch mal einen ruhigeren Abschnitt. Was soll man sagen: Lady Fantasy Suite ist auf jeden Fall genial.
Abgesehen vom ersten Stück und dem immer etwas schwach klingenden Gesang ist Mirage ein sehr starkes Stück Progrock, das auf jeden Fall eine Empfehlung für Fans oben genannter Bands ist oder eben all jenen, die etwas mit Symphonic Prog anfangen können.

Bewertung
8,5/10
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