Home arrow Musik arrow Cinema Strange - Quatorze Exemples authentiques du Triomphe de la Musique décorative 19 Mai 2012  
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Cinema Strange - Quatorze Exemples authentiques du Triomphe de la Musique décorative PDF Drucken
Geschrieben von triple   
26.05.2007

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Wenn es eine Band gibt, der man beileibe nicht vorwerfen kann, gängigen Rockmustern zu folgen oder schwermütige Töne zusammenzuschustern, dann dürfte das Cinema Strange sein, die Rockband aus den USA, die ihrem Namen durch Liveauftritte in absurden Kostümen und durch ihre Musik alle Ehre macht. Der ungewöhnliche Titel Quatorze Exemples authentiques du Triomphe de la Musique décorative schmückt das trotz der mittlerweile 13-jährigen Karriere erst dritte Album der Band.

Nachdem das Vorgängeralbum doch recht experimentiell ausgefallen ist, hat man sich hiermit noch einmal neu orientiert, das heißt im Klartext, dass die Lieder griffiger sind, als sie es noch auf den beiden vorherigen CDs waren. Die einzigen Experimente, die man wagt, sind fast alle in den insgesamt fünf Instrumentals enthalten. Erwähnt werden muss unter anderem, dass die Band einen Neuzugang erhalten hat, in Form des Drummers Danny Walker, und der ist so ziemlich das beste, was der Band hätte passieren können. Ich mache mir zwar für gewöhnlich nichts aus dem Schlagzeug, und bei manchen älteren Songs (laut Sänger Lucas Lanthier lagen diese teilweise bis zu acht Jahre in der Schublade) kann er auf Grund simpler Vorgaben auch nichts mehr rausreißen, aber bei vielen hört man einen klaren Unterschied. Das Schlagzeug tackert nicht mehr so im Hintergrund herum, ist teilweise viel schneller und komplexer geworden und treibt die Mitmusiker noch zusätzlich an. Die Gitarren sind auch bedeutsam in den Vordergrund getreten, das hört man besonders beim rohen Titel I remember Tendon Water, was ebenfalls positiv zu sehen ist. Aus instrumentaler Sicht ist alles in bester Ordnung und sogar noch ein Fortschritt, dass darunter irgendetwas leiden muss, ist klar, hier ist das eben der Gesang. Es ist nicht so, dass die anderen Instrumente zu laut sind, eher verhält es sich so, dass der Gesang über weite Strecken viel zu leise ist. Das ist schade, da Zampano mit seiner außergewöhnlichen Stimme dem Ganzen bisher noch den finalen Anstrich verpasst hat und auch eindeutig ins Rampenlicht gehört. Dieser unglückliche Umstand hindert mich allerdings nicht daran, demjenigen, der sich ohne Empfehlungen alleingelassen fühlt, zu bestimmten Stücken zu raten. Namentlich wären das Unlovely Baby, wo man neben Squashed Blossoms noch ein paar kleine Besonderheiten eingebaut hat, das rein instrumentale Intermezzo: Bright Violet Euphoria und bereits genanntes I remember Tendon Water. Man kann auf der anderen Seite auch nicht sagen, dass einige Nummern schlecht sind, aber Molars und das Klavierstück The Toad Curse and how it perished in Flames können die Qualität nicht ganz halten. Ich bin dennoch gewillt, eine mehr als gute Wertung zu vergeben, da das Album als Gesamtwerk einfach Spaß bringt.

Bewertung
9/10
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