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Cynic - Focus PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
10.02.2008

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Cynic gab es bereits in den 80ern, fingen als normale Death Metal Band an, haben sich aber  recht bald verändert und sich in Florida einen sehr guten Ruf erarbeitet. Trotzdem schaffte man es erst 1994 ein Album auf die Beine zu stellen. Es ist bis heute das einzige der Band. Aber Focus allein hat gereicht, um die Welt des Death Metals ganz kräftig durcheinander zu wirbeln und die Band wurde sofort legendär.
Cynic schaffen es Death Metal als Basis zu nehmen und das dann mit Jazz, Progressive und Fusion Elementen zu vermischen und packen neben das typische DM-Gegrunze noch eine roboterhaft verzerrte Stimme. Death Metal mit Jazz zu vermischen gab es schon vorher, man denke an Atheist oder Watchtower. Aber Cynic gehen eben noch einen Schritt weiter, denn in einigen Tracks lassen sie den Death Metal auch mal komplett hinter sich.

Das Album beinhaltet acht Songs mit einer Spielzeit von etwas über 36 Minuten. Mein Tipp wäre an dieser Stelle, dass man sich gleich das 2004er Remaster holt. Denn das ist nicht nur doppelt so lang, sondern bietet auch einen wesentlich besseren Sound. Das Original klingt nämlich mehr oder weniger katastrophal.
Veil of Maya legt in bester Death Metal Tradition mit Blastbeats und Gegrunze los, unterbrochen wird der Song dann aber immer wieder durch kurze Passagen, die aus eher ruhigem Gitarrensound bestehen.
Es ist recht schwer, diese Musik zu beschreiben, man muss das gehört haben. Einer der ganz starken Tracks ist Textures, der mit einem Basssolo aufwartet. Sean Malone war einer der wenigen Bassisten im Metal, der einen Fretless Bass einsetzte. Textures ist dabei ein recht jazziges Stück, das von einigen Heavy Metal Passagen unterbrochen wird. Sentiment dürfte wohl der groovigste Song sein. Er fängt mit Trommeln an und generell dominieren Schlagzeug und Bass. Lediglich in der Mitte gibt es dann einen härteren Break und während der Song langsam ausfadet, wird ein elektronisches Geräusch immer lauter, ehe es leiser wird und im nächsten Song I’m but a Wave to… vom Meeresrauschen übertönt wird.
Der letzte Track How could I sticht auch durch den elektronischen Anfang hervor, dann wird mal richtig geknüppelt und man ist wieder beim Death Metal, ehe das Ganze wieder von schiefen Breaks und Gitarrensolos unterbrochen wird.
Das Remaster enthält als Bonus dann noch Remixe zu Veil of Maya, I’m but a wave to… und How could I. Diese sind ganz nett geraten. Außerdem gibt es noch die drei Songs (plus Hiddentrack, warten lohnt sich also) des Demotapes von Portal. Das sollte die Nachfolgeband von Cynic werden und bestand bis auf Sean Malone aus den gleichen Leuten. Hier fehlen vor allem die Death Metal Elemente, stattdessen gibt es cleanen Gesang, eine Sängerin und es geht eher Richtung atmosphärischem jazzbeeinflussten Prog. Ich finde es schade, dass aus diesem interessanten Projekt, Portal, nichts wurde.
Focus hat mich persönlich sehr überrascht, ein so abgedrehtes Gemisch, das so kompakt und toll klingt kam mir selten unter. Für alle, die musikalisch ein wenig offen sind, ist es auf jeden Fall eine Empfehlung.

Bewertung
10/10
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