Home arrow Musik arrow Deep Purple - Made in Europe 19 Mai 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Deep Purple - Made in Europe PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.03.2008

Image 

Die letzte Tour mit Ritchie Blackmore war es im Jahr 1975, die für Made in Europe herhalten musste. Ritchie stieg sogar schon vor der Veröffentlichung des Albums aus und wurde bekanntlich durch Tommy Bolin ersetzt. Anders als etwa bei Come Hell or High Water hat Blackmore zumindest einigermaßen Spiellaune gehabt.
Aufgenommen wurden die Konzerte in Graz, Saarbrücken und Paris. Made in Europe besteht hauptsächlich aus dem Konzert von Saarbrücken. Allerdings muss gesagt werden, dass hier ziemlich editiert wurde, weniger an der Musik als mehr am Publikum. Warum man das geändert hat, weiß ich nicht, aber es fällt bei einem immer gleich pfeifenden Fan auf, den man sehr deutlich hört. Die restliche Produktion geht in Ordnung. Typischer Martin Birch Sound.

Bekam MKII für Made in Japan noch ein Doppelalbum, erhielt das dritte Lineup nur ein Singlealbum und so haben wir es hier mit 5 Songs und 45 Minuten Spielzeit zu tun. Eine knappe Sache, trotzdem darf man natürlich wieder die typischen Jampassagen und ausufernden Solos erwarten – nur so ein musikalisches Feuerwerk wie Space Truckin’ fehlt. Das Album besteht auch nur aus Material des dritten Lineups. Los geht es mit Burn, dann folgen Mistreated, Lady Double Dealer und You Fool No One bevor Stormbringer das ganze Werk abschließt. Bei Burn verspielt sich Blackmore ein wenig, generell muss man sagen das die Burn Version von Glenn Hughes’ Livealbum Burnin’ Japan nach wie vor ungeschlagen ist. Hier klingt das eher etwas schlapp. Die über 11 Minuten Version von Mistreated ist dagegen richtig klasse. Am Ende mischen sie noch Rock me Baby rein. Lady Double Dealer wird schnell runtergespielt, wogegen You Fool no One auf fast 17 Minuten anwächst und natürlich aus einem sehr langen Jam besteht. Stormbringer klingt dann am Ende ganz nett.
Insgesamt ist es fragwürdig für wen Made in Europe gemacht wurde. Zumindest heutzutage, denn unter dem Titel MKIII – The Final Concerts gibt es eine komplette Setlist auf 2 CDs, zwar auch mit ein paar Verspielern aber insgesamt auf jeden Fall besser. So ist Made in Europe wohl eher für jene, die nicht Hardcorefans sind ,sondern einfach nur ein paar Livebands der „anderen Besetzung die man kennt“ haben wollen. Dabei macht es aus meiner Sicht keinen großen Unterschied ob man die Original CD Fassung nimmt oder das 2007er Remaster. Große Klangunterschiede gibt es nicht. Insgesamt kann ich mich aber nicht so wirklich mit diesem Album anfreunden, Made in Japan ist einfach 2 Klassen besser.

Bewertung
5,5/10
Im Forum kommentieren
Letzte Aktualisierung ( 23.03.2008 )
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page