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Deep Purple - Purpendicular PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
22.02.2008

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Nach dem Ausstieg von Ritchie Blackmore stand mal wieder die Frage im Raum, wie es mit Deep Purple wohl weiter geht. Slaves & Masters war Müll, The Battle rages on auch kein Überflieger. Vielleicht wäre es besser gewesen in Rente zu gehen? Vielleicht aber auch nicht. Zuerst wollte man Joe Satriani als neuen Gitarristen nehmen. Mit ihm hat man die 94er Tour bestritten und er wäre ein sehr interessanter Ersatzmann gewesen. Leider klappte das aus vertraglichen Gründen nicht. So holte man Steve Morse, den man zuvor bei Dixie Dregs und der 80er Jahre Version von Kansas hören konnte. Das Album erschien 1996.

Gekauft hab ich es mir wesentlich später und ich war erstmal unglaublich enttäuscht. Vavoom: Ted the Mechanic mag ein Konzertklassiker sein, ich kann den Song aber einfach nicht ausstehen. Sicher, die Musik ist ganz solide, aber allein Gillans merkwürdiger „Gesang“ zerstört den Song irgendwie für mich. Direkt danach kommen allerdings zwei Songs, die zumindest mich wieder versöhnlich stimmten und eigentlich nur einen Kommentar zulassen: Wow.
Da haben wir zuerst Loosen my Strings, ein sehr atmosphärisches, ruhiges Stück mit einem tollen Bassspiel von Glover. Soon Forgotten steht danach an und der Song ist sehr, sehr merkwürdig. Mit dem Organ und dem schrägen Gesang von Gillan kommt das Stück irgendwie etwas gruselig daher. Auf jeden Fall sehr düster und nah angelehnt an Gillans Solowerke, etwa aus der Zeit um Magic. Aber es ist ja schön, dass auch eine etwas ältere Band noch Experimente wagt.
Sometimes I feel like screaming dürfte wohl der bekannteste Song von dieser Scheibe sein. Auch wieder die Ballade und die Ruhe vor dem Sturm, welchen Cascades: I’m not your Lover startet. Ja, die Jungs können doch noch richtig rocken. The Aviator kommt recht folkig rüber und dürfte überraschen. Schöner Song.
Leider fällt das Album danach etwas ab. Rosa’s Cantina klingt extrem merkwürdig, man kann nicht mal beschreiben, was es sein soll. A castle full of Racals, A touch away, hey cisco und Somebody stole my guitar sind nette Songs, allerdings meiner Meinung nach etwas zu sehr nach Schema F und die Cowbell kommt definitiv 10 Jahre zu spät. Es ist nicht schlecht, aber keiner der Songs wird wohl jemals Klassikerstatus erreichen.
Zum Abschluss wird es dann aber noch mal richtig schlecht: The purpendicular Waltz ist mehr oder weniger nicht anhörbar, es ist nicht mal ein richtiger Walzer, eher ein Song im Stop and Go Format.
An die frühen 70er werden Deep Purple nie mehr heran kommen, das ist klar. Purpendicular ist trotzdem besser als alles, was nach Perfect Strangers kam und auch besser als Abandon. Für Deep Purple Fans also ein Muss, Hard Rock Fans sollten zumindest die ersten Hälfte lieben.

Bewertung
7/10
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