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Deep Purple - The Battle Rages On PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
07.01.2009

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The Battle Rages on – kann es einen besseren Titel für ein Deep Purple Mark II Album geben? Wahrscheinlich nicht, denn es tobte in dieser Konstellation der Band ein immerwährender Kampf zwischen Blackmore, Gillan und dem Rest.
Nach dem sehr schwachen Slaves & Masters wurde Joe Lynn Turner vor  die Tür gesetzt und der einzig wahre Sänger für diese Band, kehrte zurück. Der ganz große Erfolg stellte sich aber erstmal nicht ein und The Battle Rages On genießt größtenteils einen richtig schlechten Ruf.

Insgesamt finden sich 10 Lieder auf diesem Album, wovon eigentlich nur 3 so richtig hervorstechen. Zum einen ist das der Titelsong, der richtig gut ist und Spaß macht. Anya ist auch ein sehr tolles Lied, bei dem die Band alles richtig macht. Als letztes wäre da noch das überraschend düstere Solitaire, das sogar richtig kreativ wirkt und ein sehr starkes Keyboardsolo von Jon Lord bietet.
Lick it Up, Ramshackle Man und A Twist in the Tale kann man dann als recht nette aber nicht besonders auffallende Standardrocker beurteilen. Lick it Up bietet immerhin recht gute Gitarrenarbeit von Blackmore.
Aber beim Rest zerfällt das Album sehr gekonnt. Nasty Piece of Work nervt ziemlich, da es so vor sich hinplätschert und Gillans Stimme von den Instrumenten fast unterdrückt wird. Das gleiche ist auch bei One Man’s Meat der Fall, das ebenso schwach ist und vom Sound her recht schlecht aus den Boxen kriecht. Wie sich Songs auf einem Album so stark im Mix unterscheiden können, erschließt sich mir nicht ganz. Aber generell ist der Sound alles andere als perfekt und vor allem recht dünn.

Was das Album dann aber endgültig disqualifiziert, ist die einfallslose Klauerei, die hier überdeutlich ist. Dass es in der Musikgeschichte öfter mal Songs gibt, die sich von den Riffs her gleichen, mag ja sein und das passiert schon mal. Aber bei diesem Album hat man den Eindruck, dass Ritchie Blackmore kaum was einfiel und er so einfach mal in der großen Rainbow Riffkiste gewühlt hat.
Schon der Titeltrack bitet ein Riff, das sehr nach Fire Dance von Bent out of Shape ähnelt. One Man’s Meat schießt aber den Vogel ab. Ein schlechter Song, der am Anfang das gleiche Riff (und den gleichen Gitarrensound) nutzt wie L.A. Connection und am Ende wurde noch ein wenig von Spotlight Kid reinkopiert.
Anya dagegen klingt so ein wenig nach Live and Let Die von den Wings und Time to Kill ist wohl Deep Purples Version von den Byrds’ Turn, Turn, Turn, vor allem bei Ian Gillans Gesang ist die Ähnlichkeit schon überdeutlich.

Wenn nur Riffs geklaut worden wären, aber ein geniales Album dabei raus gekommen wäre, wäre das alles ja nicht so schlimm, denn bei Battle Rages On und Anya stört man sich gar nicht so sehr daran. Aber wenn die Musik schlecht ist, stört es auch noch, wenn an sich gute Riffs dafür verunstaltet werden.
The Battle Rages On ist am Ende ein Album, das niemand so unbedingt braucht. Auch wenn drei geniale Songs drauf zu finden sind, kann man diese auf diversen Bootlegs in wesentlich besseren Livefassungen vorfinden, wie etwa das Stuttgart 1993 Bootleg.

Bewertung
4,5/10
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