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Who do Deep Purple think they are – Ian Paice erzählte zur damaligen Zeit, dass die meisten Hassbriefe, welche die Band bekam, mit dieser oder einer ähnlichen Zeile begannen. Diesen Titel übernahm die Band für ihr neues Album. Es sollte auch das letzte Mark II Album werden (zumindest bis 1984). Die Probleme in der Band begannen schon 1971, als Blackmore Gillan zunehmend als „Bedrohung“ sah, da sich dieser immer in den Vordergrund drängte, was als Sänger aber wohl normal ist. Gillan hingegen empfand es immer als lächerlich, dass Blackmore mit seiner Gitarre in den Mittelpunkt wollte. Auch Musikalisch gab es Probleme. Gillan wollte einen härteren Sound, Blackmore startete schon damals mit seiner Vorliebe für klassische Musik und wollte mehr die Musik, welche er später mit Rainbow machte. Zwischen den beiden standen Lord und Paice, die Angst hatten, dass die Band am Streit der beiden zugrunde geht. Roger Glover war auch auf der Feindesliste von Blackmore, warum auch immer, das weiß irgendwie niemand so recht. Das letzte Album wurde 1973 in Italien aufgenommen. Blackmore und Gillan gingen sich aus dem Weg und irgendwie war nie die ganze Band gleichzeitig im Studio. Das dabei kein wirklich gutes Album zustande kommen kann, ist wohl klar.
Los geht es mit Woman from Tokyo, der einzige wirklich Hit des Albums, der auch immer auf allen Best ofs zu finden ist und als einziger Song live gespielt wurde. Hier fällt schon die Stimme von Ian Gillan auf, die irgendwie schlecht klingt. Schon damals hatte er auch ziemliche Alkoholprobleme. Mary Long ist mehr eine B-Seite als ein Albumtrack, totaler Filler mit dämlichem Text. Super Trouper und Smooth Dancer sind zwei typische Deep Purple Hardrocksongs. Letzterer kann aber zumindest überzeugen. Rat Bat Blue hat ein völlig verplantes Solo von Lord, schon allein deshalb ist der Song hörenswert. Place in Line ist wohl der Versuch eines Bluessongs. Es klingt lächerlich und ist unglaublich mies. Am Ende kommt dann noch Our Lady. Der Song ist mal wieder ein tolles Beispiel für Durchschnittlichkeit. Sieben Songs und 35 Minuten, wo man live hören kann, wie eine zerstörte Band klingt, die sich danach schon praktisch auflöst Es ist zwar nicht wirklich schlecht, aber sowohl zuvor als auch danach haben Deep Purple viel, viel bessere Alben abgeliefert.
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