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Es gibt nicht allzu viele Bands, deren Sänger sich durch eine stimmliche Einzigartigkeit auszeichnet, die zudem noch mit der Musik harmoniert. Die Band Deine Lakaien, bestehend aus Sänger Alexander Veljanov und Instrumentalist und hauptverantwortlichem Klangerzeuger Ernst Horn, lässt sich zum Glück positiv hervorheben. Sie spielt seit ihrem nunmehr 21-jährigen Bestehen einen guten Kompromiss aus Pop und Darkwave. Bei White Lies, dem 2002er Album, verzichtet man größtenteils auf die Darkwave-Aspekte und spielt dafür deutlich mehr Pop, weitestgehend frei von dauerhaft medienpräsenten Kommerzstrukturen (vgl. Schema F). Der Opener, der unter dem Namen Wunderbar läuft, lässt nicht vermuten, dass es sich hierbei um ein Pop-Album und nicht um einer Folk-Unterart handelt, ist das Stück in jeder Hinsicht doch ziemlich melancholisch. Thematisch betrachtet hat es einen leicht humoristischen Aspekt, da der Sänger eine Straßenlaterne besingt - die dargestellte Figur eines angesehenen, zufriedenen Oberschichtenbürgers, der durch einen Unfall zum sozialen Krüppel verkommt, ist es allerdings nicht. Einer der gesanglichen und musikalischen Höhepunkte dieser CD. Weiter geht es mit Generators, das zwar einen netten Refrain, aber sonst nichts weiter vorzuweisen hat. Where you are, sozusagen der Zwölfe Drei, kann getrost übersprungen werden, da an dem Lied nach meiner Meinung nichts Besonderes ist. Ausgeglichen werden die letzten beiden Nummern durch das darauffolgende, sehr schöne Prayer, das einem einen ganz guten Ohrwurm verpasst und beim Refrain auch die Chance zum Mitsingen gibt. Danach kommt der bedauernswerte Tiefpunkt dieses Albums: Stupid. Hier kommt die Massentauglichkeit richtig zum Tragen, und zwar im negativen Sinne: eigentlich korrekter, dennoch banaler Text und, wie der Titel sagt, stupide Samples und elektronische Klänge der schlimmen Sorte. Lied 6, Kiss, ist zwar erträglicher, aber auch nichts Großartiges, ganz anders Silence in your eyes, eines der klanglich dunkleren Lieder. Aus irgendeinem Grund werde ich bei diesem Lied oft nostalgisch. Den folgenden Titel namens Hands white kann man ruhig mit einem Druck auf die Skip-Taste würdigen, wogegen Lost, das außerhalb des Refrains relativ düster ist, ein Repeat verdient hat. Das folgende Dreierpack, bestehend aus Fleeting, Life is a sexually transmitted disease und One minus one ist nicht weiter nenneswert, davon ab, dass letzteres den unwürdigen Abschluss einer den Hörer mit gemischten Gefühlen zurücklassenden CD bildet.
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