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Mit Ronnie James Dio ist 2010 eine der größten Musiklegenden gestorben. Nach seinem Tod wurde angekündigt, dass es einige Veröffentlichungen geben wird und dieses Livealbum ist das erste. Livealben von Dio gab es einige, die meisten waren aus den letzten paar Jahren, aus den 80ern gab es lediglich die EP Intermission und einige, größtenteils nur in Japan erschienene Videotapes. Nun also ein Doppelalbum mit zwei Auftritten eben aus den 80ern, beide fanden beim Monsters of Rock Festival in Donington, England statt. 1983 befand sich Dio noch ganz neu auf Solopfaden und Holy Diver war gerade erst einen Monat auf dem Markt, als man sich das erste Mal 20. August nach Donington begab. Die Band bestand damals aus Vivan Campbell, Vinnie Apice, Jimmy Bain und Claude Schnell und startet man die CD geht es auch schon direkt flott los mit Stand up and Shout an welches sich Straight through the Heart anschließt. Zehn weitere Tracks bietet diese erste CD die 46:33 Minuten dauert. Da von Holy Diver und Rainbow in the Dark nur noch der Titeltrack gespielt wird, kriegt man sonst quasi ein Best-of von Dios vorherigen Bands Rainbow und Black Sabbath zu hören. Auch wenn die meisten Songs wie Stargazer und Starstruck nur kurz angespielt werden. Zum Glück sind die Schlagzeug- und Gitarrensolos auch erfreulich kurz. Die Band ist gut aufgelegt und rockt sich durch die Songs, darunter eine über 11 Minuten lange, sehr geniale Version von Heaven and Hell. Der zweite Auftritt ist vom 22. August 1987. Monsters of Rock war mittlerweile tatsächlich zu einem Festivalmonster angewachsen. Dream Evil war das aktuelle Album, das einen Monat zuvor erschien und den ersten Besetzungswechsel in der Band mit sich brachte: Vivian Campbell war nicht mehr dabei, ersetzt wurde er von Craig Goldy. Ansonsten ist die Besetzung mit 1983 identisch. 13 Songs finden sich auf dieser CD, Solos hat man sich diesmal gespart bzw. mehr in die Songs selbst eingebaut. 50 Minuten dauert der Auftritt der mit Dream Evil eingeleitet wird. Auch hier hat man wieder die unvermeidlichen (und schon auf CD 1 gehörten) Sabbath und Rainbowklassiker wie Heaven and Hell (diesmal sehr kurz runtergespielt), Man on the Silver Mountain und Children of the Sea. Neu dabei sind Neon Knights und Long Live Rock n‘ Roll wo das Publikum in typischer Dio-Manier zum mitsingen animiert wird. Die restliche Setlist setzt sich aus den bis dato vier Soloalben zusammen. Da hat man dann Hits wie Last in Line, All the Fools Sailed Away,, Rainbow in the Dark, Rock n‘ Roll Children und Naked in the Rain. Auch hier kann man die Spielfreude der Band direkt wieder heraus hören, auch wenn sich Goldy hier und da mal ein wenig verspielt. Der Sound ist in Ordnung, die Auftritte wurden von BBC mitgeschnitten und auch wenn es hier und dort mal ein wenig Feedback und andere Störgeräusche gibt, sind das sehr saubere Aufnahmen die sich gut anhören lassen. Man bekommt also über 96 Minuten Dio und auch wenn sich ein paar Songs wiederholen, werden sie variiert wiedergegeben so dass es nicht allzu sehr stört. Insgesamt ein sehr gelungenes und absolut empfehlenswertes Livealbum eben.
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