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Ronnie James Dio war musikalisch gesehen über lange Zeit absolute Spitzenklasse. Sei es bei Elf, Rainbow, Black Sabbath oder mit DIO, in über 10 Jahren hat er eine Menge zeitloser Klassiker abgeliefert. Aber jeder Höhepunkt findet ja leider irgendwann sein Ende und man merkt, das die Kreativität etwas leidet. Bei Dio war das 1985 der Fall, als er mit seiner Band Sacred Heart veröffentlichte. Das Album ist keinesfalls schlecht, viele Bands wären froh, wenn sie je so gute Musik schreiben könnten, aber für DIO war das doch etwas mau, gerade nach den großartigen Vorgängern wirkt Sacred Heart wie ein schnell veröffentlichter Nachfolger, der den gleichen ausgetrampelten Pfad nochmals beschreitet. Nach diesem Album verließ auch Gitarrist Vivian Campbell die Band, wenn man ihn hier hört, war das wohl auch eine gute Idee.
Das Album hat natürlich gute Songs wie Rock ’n’ Roll Children, Hungry for Heaven oder King of Rock and Roll. Die restlichen Songs sind dann guter DIO Standard, mit den typischen Drachentexten und noch mehr Keyboards als bei Last in Line, aber insgesamt will das einfach nicht so überzeugen und es klingt mitunter etwas langweilig. Es ist ja auch recht auffällig, das Dio kaum noch Songs von diesem Album spielt. Dafür ist hier die Produktion etwas besser gelungen und kommt recht druckvoll durch die Boxen, auch das Schlagzeug klingt gut und leidet nicht unter dem typischen 80er Jahre Sound. Für alle Fans von DIO ist das Album natürlich trotzdem Pflicht, aber allen, die DIO noch nicht kennen, rate ich zu den beiden Vorgänger. Im Forum kommentieren |