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Den ganz großen Durchbruch haben unsere Lieblingsösterreicher im Jahr 1985 erlebt. Das Album Geld oder Leben wurde zum großen Hit und diente auch als Soundtrack zum deutschen Trashfilm Geld oder Leber mit Mike Krueger. Das Album war das erste Album das in der klassischen EAV Formation eingespielt wurde. Zumindest weiterhin verfolgt man das Konzept von Liedern die von kurzen Sketchstücken unterbrochen werden. Bei diesem Album hat man die Geschichte von Johnny, scheinbar ein klassischer Gangster, wobei das nicht so klar ist, da EAV typisch die Stücke nicht zusammenhängend und teilweise überraschend enden. Wie etwa Johnny 2 mit der Zuckerwatte. Es sind nette Zwischenstücke. Was zählt sind aber die Songs und dieses Album vereint die meisten Klassiker, die Songs, die man mit der EAV verbindet. Ob Banküberfall, Geld oder Leben oder Heiße Nächte in Palermo, hier wird das organisierte Verbrechen auf die Schippe genommen. Die Mafia war oft eine Zielscheibe aber selten gelang das so satirisch genial wie in diesem Fall. Ein Song der mir absolut gefällt ist Küss die Hand Herr Kerkermeister, für EAV Verhältnisse ungewohnt Hard-Rock lastig wird die Geschcihte eines Ganoven erzählt, dessen ganze Familie schon Gangster warem. Er wird erwischt, weil die Notwehr knapp daneben geht, im Gefängnis ist er eben zu Hause. EAV-typisch geht der Text aber weiter, die Politik dient als Zielscheibe, Verbrechen zahlt sich aus, das schlimmste das dir als Politiker passiert ist die Frühpension. Aber auch die Songs die nicht um Verbrechen gehen sind zu Klassikern geworden. Etwa der Märchenprinz der auf der Suche nach dem weiblichen Geschlecht ist und krampfhaft mit seinem Nobelhobel und seinem Outfit anzugeben. Er versagt natürlich, der Song ist aus dem Leben gegriffen und passt zu 100% auf das man jeden Samstagabend im „Discobunker“ erleben kann. Ein anderer großer Hit ist die Fata Morgana, auch vor alten Dattelklaubern sollte man sich in acht nehmen. Countrylastig wird es mit Heldn. Die letzten Helden die es gibt reiten in den Sonnenuntergang, auch wenn sie mehr an eine Mischung aus Frankensteins Monster und Lurch klingen und das Gelächter aus der Konserve ist trashig aber das ist wohl so gewollt, eine Abrechnung mit dem klischeehaften US Western und der heilen Welt die dort dargestellt wird. Morgen ist wohl der Song mit dem sich jeder, der nicht grad auf Straight Edge macht, sich identifizieren kann. Die Eckkneipe, die alten Freunde, das Gewissen das man runterspühlt und nach jedem Morgen nach dem Hangover schwört man ein neues Leben anzufangen und alles zu ändern. Ob was daraus wird? Das Lied endet mit einem Beziehungsende, man kann wohl daraus lernen. Heute oder morgen oder zumindest irgendwann. Geld oder Leben war wie eingangs erwähnt der große Erfolg für die österreichische Band. Im Gegensatz zu vorher haben sie ein wenig am Biss und der Politiksatire verloren, sind etwas mehr „Mainstream“ geworden aber das muss nicht immer etwas schlechtes sein. Die meisten Songs sind Kult und hinter einigen steckt doch mehr Aussage als man nach dem ersten mal hören vermuten mag. Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Album.
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