|
Geschrieben von ShadowAngel
|
|
02.08.2008 |
|
Ist das wirklich schon wieder vier Jahre her? Wie die Zeit vergeht. Damals, als Hellfire Club rauskam, hab ich auch Edguy gefunden. Den Namen kannte ich schon vorher, aber ein Album besaß ich noch nicht. Von weitem konnte ich so wenigstens den Aufschrei unter den Fans mit ansehen, als Edguy in der nicht mehr existenten McDonalds Chartshow (Kennt’s noch wer?) auftrat. Hellfire Club hab ich mir dann jedenfalls gekauft und bereut hab ich es nicht.
Edguy machen in erster Linie Power Metal, mal auch nur Heavy Metal und mal auch auf Episch. Episch, wie der zweite Song dieser Scheibe, namens The Piper Never Dies, das gleich mal über 10 Minuten dauert. Toller Song. Aber auch schon der Opener Mysteria ist nicht so schlecht. Neben den schnellen Power Metal Nummern, wie Mysteria oder We don’t need a Hero gibt es auch ruhigere Stücke wie The Spirit will Remain oder Forever. Ganz hart schrammt die Band dabei am völligen Kitsch vorbei, aber irgendwie ist Edguy auch eine Band der Extreme. Mit Nummern wie We don’t need a Hero oder Lavatory Love Machine ist man schon nahe am Trash. Letztere Nummer dreht sich um die Frage, was Sänger Tobias Sammet bei einem Flugzeugabsturz am ehesten machen würde: Sex mit der Stewardess auf der Flugzeugtoilette. Es erinnert mitunter schon ein wenig an Spinal Tap, Rise of the Morning Glory unterstreicht das noch mal sehr deutlich. Musikalisch ist die Band klasse. Tobias Sammet hat eine tolle Stimme und auch instrumental weiß die Band zu überzeugen. Die Produktion ist auch klasse, auch wenn etwas mehr Dynamik nicht geschadet hätte. Zwölf Songs mit gut 60 Minuten bilden die Standardversion, gut ist fast jeder Song, bis auf das merkwürdige kurze Instrumental Lucifer in Love und Under the Moon, das mir nicht so gefällt. Auf meiner CD sind noch zwei Bonussongs in Form von Children of Steel, ein Song den die Band bereits 1994 veröffentlichte und nochmals Mysteria, mit Mille Petrozza von Kreator als Gastsänger. Große Unterschiede zur normalen Albumfassung gibt es dabei aber nicht. Hellfire Club ist insgesamt ein starkes Album mit kleineren Schwächen und teilweise trashigen Texten. Wer Power Metal mag, braucht das Album aber, es ist schon klasse.
Im Forum kommentieren |