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Geschrieben von ShadowAngel
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29.01.2008 |

Eloy dürfte wohl die erfolgreichste deutsche Progband sein. In den 70ern waren sie extrem erfolgreich und verkauften sich in Deutschland sogar besser als Genesis oder Queen. Und das, obwohl die Band bei Kritikern sehr verhasst war (Was aber wohl für alle deutschen Progbands galt, siehe Amon Düül II), da man sie ständig als Kopie von Pink Floyd abkanzelte, sich über den Sänger lustig machte oder ihre Musik einfach als „esoterischen Quatsch“ abtat.
Ocean erschien 1977 und besteht aus vier Titeln mit einer Spielzeit von 44 Minuten. Eröffnet wird das Album von Poseidon’s Creation, mit fast 12 Minuten der zweitlängste Song. Was als erstes auffällt ist eben Sänger Frank Bornemann, der hier eigentlich nicht singt, sondern mehr den Text aufsagt. Dieser ist auf Englisch und was das bei deutschen Bands aus den 70ern bedeutet, wissen wir ja. Die Texte wirken schon ein wenig unbeholfen – Schulenglisch eben, in der Schule lernt man ja selbst heute noch nicht richtiges Englisch. Natürlich werden die Worte auf etwas falsch ausgesprochen und ein fieser Dialekt ist auch noch dabei. Aber irgendwie stört das gar nicht mal so sehr, denn die tolle Musik schafft es die Stimme zu überdecken. Natürlich ist Eloy musikalisch keine Revolution sondern macht an sich recht normalen symphonischen Progressive Rock irgendwo zwischen ELP und Pink Floyd mit jeder Menge Keyboard, Mellotron und „spacigen“ Sounds. Gut klingt das auf jeden Fall, die Musiker verstehen was von ihren Instrumenten. Konzeptuell handelt das Album vom Untergang von Atlantis und man sollte natürlich die Songs in einer Reihe durchhören. Die beiden besten Stücke sind dabei die beiden langen. Poseidon’s Creation und Atlantis' Agony At June 5th -8498, 13 P.M. Gregorian Earthtime (Was für ein Titel), das längste und abwechslungsreichste Stück der Scheibe, das dafür aber mit einem gesprochenen Intro in fiesem Dialektenglisch nervt. Gut, es gehört zum Konzept, aber vielleicht hätte man sich doch einen professionellen Sprecher dafür holen sollen. Sehr schön ist bei dem Stück der lange sphärische Aufbau, der gut 6 Minuten in Anspruch nimmt. Die beiden kürzeren Stücke in der Mitte sind auch sehr gut geraten, vor allem Decay of the Logos kann überzeugen Ocean ist ein sehr gelungenes Album, mit vier sehr tollen und atmosphärischen Songs, die nie sperrig oder nervig sind. Auf jeden Pflicht für Progfans.
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